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Der E-Check - wie oft sollte er durchgeführt werden?

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E-Check wie oft

Für elektrische Geräte und Anlagen gelten in jedem Unternehmen strenge rechtliche Auflagen. Der Gesetzgeber schreibt für die Inbetriebnahme und den laufenden Betrieb Sicherheitsstandards vor. Alle Betreiber müssen sich an diese Normen halten. Denn von elektrisch betriebenen Geräten und Maschinen gehen potenzielle Gefahren aus. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat sich dem gewerblichen Arbeitsschutz in Deutschland verschrieben. Sie ist der Dachverband aller gesetzlichen Unfallkassen. Vor Ort in den Unternehmen kontrolliert die DGUV Vorschrift3, wie die Vorgaben zum Umgang mit den elektrischen Betriebsmittel umgesetzt werden. Dieser Kontrolle dient der regelmäßige E-Check. Wie oft er durchgeführt werden muss, hängt von vielen Umständen ab.

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Zeitlicher Turnus bei dem E-Check

Für die Schritte bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und der Prüfung elektrischer Anlagen schreibt die Betriebssicherheitsverordnung feststehende Regeln vor. Für die zeitlichen Intervalle, in denen diese Prüfungen stattfinden müssen, lässt sie allerdings gewisse Spielräume zu. Hier schreibt der Gesetzgeber unterschiedliche Zeiträume vor. Sie betragen nur wenige Monate bis hin zu mehreren Jahren.

Der Abstand bei der Prüfung elektrischer Anlagen und der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel hängt ab von:

  • der Art des betreffenden Betriebsmittels
  • der konkreten Gefährdungsklasse, in die es eingruppiert ist

Die Faustformel sowohl bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel als auch bei der Prüfung elektrischer Anlagen lautet: Je ausgeprägter eine potenzielle Gefahr ist, die von dem Gerät oder dem Betriebsmittel ausgeht, desto kürzer sind die zeitlichen Takte, in denen die DGUV V3 Prüfung stattfinden muss.

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in einer Werkstatt findet in kürzeren Intervallen statt als bei Geräten in Bürogebäuden. Das liegt daran, dass ein elektrisches Gerät im Freien auf einer Baustelle wesentlich stärker belastet ist. Dabei verschleißt es schneller, so dass das Gerät öfter einer DGUV V3 Prüfung unterzogen werden.

DGUV V3 Prüfung

Die Fristen für die DGUV V3 Prüfung

Drei Monate Frist gilt einer Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel, die bei ihrem Einsatz stark beansprucht werden. Das sind zum Beispiel Geräte in Werkstätten und auf Baustellen.

Sechs Monate beträgt die Frist sowohl die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel als auch bei der Prüfung elektrischer Anlagen mit erhöhten Sicherheitsstandards. Das könnten etwa Geräte und Anlagen in Großküchen oder in öffentliche Schwimmbädern sein.

Zwölf Monate beträgt die Frist ebenfalls für sicherheitsrelevante Geräte, etwa in einer Wäscherei oder in Unterrichtsräumen von Schulen.

24 Monate ist das zeitliche Intervall für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel lang, die in Büros eingesetzt werden. Der Verschleiß hier ist wesentlich geringer. Eine Frist von 24 Monaten gilt bei der DGUV V3 Prüfung darüber hinaus, wenn die vorangegangene Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel eine Fehlerquote bis maximal zwei Prozent ergab.

E-Check ist Pflicht für Unternehmer

Für elektrische Betriebsmittel in Unternehmen steht laut Betriebssicherheitsverordnung eine DGUV V3 Prüfung an:

  • vor der ersten Inbetriebnahme
  • nach Umrüstung oder Reparatur
  • in Intervallen als Prüfung elektrischer Anlagen und Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel

Betreiber der Geräte und Anlagen müssen regelmäßig die Prüfungen veranlassen und dafür die geeigneten Prüfer auswählen. Wenn sie sich nicht an die Regeln halten, drohen ihnen strenge rechtliche Konsequenzen.

DGUV Vorschrift 3 Prüffristen

Was umfasst die DGUV V3 Prüfung?

Ein E-Check mit einer DGUV V3 Prüfung betrifft alle mit Strom betriebenen Betriebsmittel. Dazu gehören neben stationären und nicht stationären Anlagen auch elektrische Geräte im Büro. Das kann eine Kaffeemaschine sein oder ein Wasserkocher. Auch elektronische Geräte, wie Laptops oder Notebooks und die Ladegeräte oder Ladekabel fallen in diesen Bereich. Auf Baustellen und in Werkstätten zählen alle elektrisch betriebenen Handgeräte, wie Sauger oder Akkuschrauber zu den elektrischen Betriebsmitteln. Sie müssen sich der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel unterziehen.

E-Check als Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Bei einer Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durch eine DGUV V3 Prüfung gibt es drei Schritte:

  • Sichtprüfung,
  • Messprüfung
  • Funktionsprüfung

Im Anschluss werden die Ergebnisse in einer Dokumentation niedergelegt.

Die Sichtprüfung steht am Anfang der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Hier geht es um die Identifizierung offensichtliche Mängel, wie Rost an der Abdeckung oder Knicke in Kabeln oder an Zuleitungen.

Bei der Messprüfung stehen sicherheitsrelevante Werte im Blick, wie etwa der Isolationswiderstand. Außerdem wird nachgeprüft, wie schnell sich bei einer Havarie ein Betriebsmittel vom Stromkreis trennen lässt.

Die Funktionsprüfung bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel soll zeigen, ob die Funktionen des Gerätes noch verfügbar sind.

Zum Abschluss der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel werden sämtliche Resultate aus den einzelnen Prüfschritten zusammengefasst. Das dient der Beurteilung aller Messwerte und sonstigen Ergebnisse. Die Dokumentation muss schriftlich und nach inhaltlich festgelegten Vorgaben des Gesetzgebers erfolgen. Eine solche Dokumentation hilft zum Beispiel, wenn später Mängel und Schäden auftreten. Sie zeigt, wann eine Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel érfolgte und was dieses DGUV V3 Prüfung ergeben hat.

Der E-Check bei der Prüfung elektrischer Anlagen

Die Prüfung elektrischer Anlagen umfasst ebenfalls drei Schritte:

  • Sichtprüfung
  • Funktionsprüfung
  • Messprüfung

Die Sichtprüfung identifiziert offensichtliche Mängel. In dieser Hinsicht gleicht die Prüfung elektrischer Anlagen der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Außerdem geht es bei der Sichtprüfung darum, den allgemeinen Wartungszustand der jeweiligen Anlage einzuschätzen.

Die Funktionsprüfung bei der Prüfung elektrischer Anlagen spielt unterschiedliche Szenarien durch. Das können unerwartet auftretende Spannungen am Gehäuse und berührbaren Teilen der Anlage sein. Auch ein plötzlicher Kurzschluss wird simuliert. Kontrolliert werden sicherheitsrelevante Teile, Brandhemmer, das Erdungssystem sowie die RCD-Schutzschalter.

Die Messprüfung bei der Prüfung elektrischer Anlagen umfasst die für die Beurteilung des Zustandes der Anlage relevanten Messwerte. Bei diesem Schritt der DGUV V3 Prüfung stehen auch andere Aspekte im Mittelpunkt. Wenn die Anlage nach der letzten DGUV V3 Prüfung umgebaut wurde, müssen die verbliebenen Funktionen bei der Prüfung elektrischer Anlage wieder identifiziert werden.

Was ergibt sich aus der Prüfung elektrischer Anlagen?

Der E-Check durch eine Prüfung elektrischer Anlagen innerhalb der DGUV V3 Prüfung soll große und kleine Mängel rechtzeitig identifizieren. Damit sollen Unfälle und Gefährdungen für Arbeitnehmer ausgeschlossen werden. Sind Mängel und Fehler erkannt worden, dann bekommt der Unternehmer oder der Betreiber der Anlage eine bestimmte zeitliche Frist eingeräumt, in der er die Mängel zu beseitigen hat. Wenn aktive Schritte zum Abstellen aller Fehler und Mängel unternimmt, dann kann er damit noch rechtzeitig die endgültige Abschaltung der Anlage verhindern. Nach der Reparatur, Wartung und Wiederherstellung des ordnungsgemäßen Zustands darf er seine Anlage selbstverständlich weiter betreiben.
E- Check

E-Check: DGUV V3 Prüfung wird von Experten ausgeführt

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und die Prüfung elektrischer Anlagen darf nur von geschulten Experten ausgeführt werden. Diese Fachleute gelten als „befähigte Person“ und führen eine DGUV V3 Prüfung in dieser Eigenschaft aus. Sie sind mit sämtlichen Vorschriften zur Prüfung elektrischer Anlagen vertraut. Das schreibt die Betriebssicherheitsverordnung als Rahmen für eine Durchführung einer DGUV V3 Prüfung vor.

Eine befähigte Person eignet sich die Fachkenntnisse für DGUV V3 Prüfung und die Prüfung elektrischer Anlagen im Rahmen einer Berufsausbildung oder eines Studiums an. Hier ist zum Beispiel das Fachgebiet Elektrotechnik und Elektronik für die Prüfung elektrischer Anlagen und die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel einer der Schwerpunkte bei der Ausbildung oder beim Studium. Möglich sind darüber hinaus auch fachliche Qualifikationen, die sich Experten durch spezielle Lehrgänge und Weiterbildungen aneignen können. Nicht zuletzt zählt die berufsbegleitende Ausbildung zur Elektrofachkraft als eine Möglichkeit.

Die zur Prüfung elektrischer Anlagen berechtigte Person darf in ihrer Eigenschaft als Fachkraft geeignete Mitarbeiter im Unternehmen in eine DGUV V3 Prüfung einbeziehen. Bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel darf sie den unterstützenden Mitarbeitern einzelne Schritte beim Ablauf der DGUV V3 Prüfung beibringen. Allerdings bleibt die rechtliche Verantwortung für die Prüfung elektrischer Anlagen und die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel die ganze Zeit über ausschließlich in der Hand der Elektrofachkraft.

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