Was muss nach DGUV Vorschrift 3 geprüft werden?

Unternehmer sind laut DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) verpflichtet, ihre elektrischen Betriebsmittel und Anlagen prüfen zu lassen. Die Nichtbeachtung dieser Vorschrift kann schwerwiegende Folgen haben. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und ortsfester Anlagen stellt Unternehmer häufig vor unangenehme Herausforderungen. Betriebsmittel, Geräte, Anlagen – allein die Definition der Begrifflichkeiten sorgt in vielen Fällen für Verwirrung.

Unser Beitrag fasst alle wichtigen Informationen für Sie zusammen. Wir verraten Ihnen, was nach DGUV V3 geprüft werden muss und geben Ihnen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Kategorien und Prüffristen.

Was ist DGUV Vorschrift 3?

Der Begriff DGUV steht für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Die Vorschriften sind für alle Mitglieder der Berufsgenossenschaften verbindlich. Die DGUV V3 ist eine Unfallverhütungsvorschrift der DGUV und geht speziell auf gewerblich verwendete elektrische Anlagen und Betriebsmittel ein. Sie stellt die verbindlichen Pflichten in puncto Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz dar. Die Vorschrift trat am 01. April 1979 unter dem Namen BGV A3 in Kraft und wurde am 1. Mai 2014 in die DGUV Vorschrift umbenannt. Grund für die Namensänderung war der Zusammenschluss der Berufsgenossenschaften und der öffentlichen Unfallversicherungsträger. Inhaltlich hat sich nichts geändert.

Was muss nach DGUV Vorschrift 3 geprüft werden?

In der DGUV Vorschrift steht die Arbeitssicherheit im Zusammenhang mit elektrischen Geräten, Anlagen und Maschinen im Vordergrund. Dies betrifft die Anlagen, Maschinen und Betriebsmittel selbst sowie nicht elektrotechnische Arbeiten in deren Nähe. Nicht elektrotechnische Arbeiten sind beispielsweise Bau-, Montage- und Anstricharbeiten. Während einer DGUV V3 Prüfung, auch E-Check und VDE Prüfung genannt, wird untersucht, ob die elektrischen Geräte, Anlagen und Maschinen sicher sind und ordnungsgemäß funktionieren. Dies sollte vor Erstinbetriebnahme sowie nach Instandsetzungen und Änderungen geschehen. Darüber hinaus ist die Prüfung in regelmäßigen Abständen vorgeschrieben. Die Unfallverhütungsvorschrift unterteilt die elektrischen Betriebsmittel in ortsveränderlich und ortsfest. In der Praxis ist dies von Bedeutung, weil für ortsfeste Geräte andere Prüfintervalle gelten.

DGUV Vorschrift 3 Geräte

Ortsveränderliche Geräte

Von der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist ein breites Sortiment des täglichen Arbeitsumfelds betroffen. Ortsveränderliche Geräte lassen sich leicht bewegen und von einem Platz zum anderen transportieren, während sie an einen Versorgungsstromkreis angeschlossen sind. Sie besitzen einen Stecker und sind nicht fest verbaut. Zu den ortsveränderlichen Geräten gehören zum Beispiel:

  • Bürogeräte wie Computer, Drucker und Monitor
  • Werkzeuge wie Bohrmaschine, Winkelhammer und Handkreissäge
  • Haushaltsgeräte wie Staubsauger, Wasserkocher, Kaffeemaschine
  • Laborgeräte, Messgeräte
  • Anschlussleitungen
  • Kabeltrommel, Mehrfachsteckdosen, Verlängerungsleitungen
  • Lampen

Die DGUV Prüfung umfasst auch akkubetriebene Prüfungen – beispielsweise Laptops und Werkzeuge, die über einen Akku verfügen. Für ortsveränderliche Geräte ist ein Prüfintervall von sechs Monaten und auf Baustellen von drei Monaten vorgesehen.

Unterschreiten die Geräte während der Prüfung eine Fehlerquote von zwei Prozent, kann das Prüfintervall verlängert werden. In diesem Fall ist auf Baustellen jährlich und in Büros alle zwei Jahre zu prüfen. Wichtig ist, dass das Intervall den für das Betriebsmittel festgelegten Maximalwert nicht überschreitet.

Ortsfeste Geräte

Ortsfeste Geräte sind fest angebracht. Sie besitzen keine Tragevorrichtung und lassen sich nicht bzw. nur schwer bewegen. Elektrische Betriebsmittel, die vorübergehend fest angebracht sind und über bewegliche Anschlussleitungen betrieben werden, sind ebenfalls ortsfest.

Motoren und Lampen, die in einer elektrischen Anlage ihren Dienst verrichten, gehören beispielsweise zu den fest eingebauten Betriebsmitteln. Durchlauferhitzer, Kühlschränke, Standbohrmaschinen und Hebebühnen sind Beispiele für ortsfeste Geräte mit Steckverbindung.

Die DGUV legt das maximale Prüfintervall für ortsfeste Geräte auf vier Jahre fest. In sensiblen Bereichen (DIN VDE 0100 Gruppe 700) ist jährlich zu prüfen. Demnach sollten Geräte im Feuchtraum mindestens jährlich geprüft werden, während für Geräte im Bürotrakt ein Intervall von vier Jahren vorgesehen ist.

Für elektrische Anlagen gelten ähnliche Regelungen. Hier unterscheidet die DGUV Vorschrift 3 zwischen stationären und nicht-stationären Anlagen.

Elektrische Anlagen

Für einen Laien ist es schwer einzuordnen, was eine elektrische Anlage ist. Die DGUV V3 gibt Hilfestellung. Sie definiert elektrische Anlagen als einen Zusammenschluss elektrischer Betriebsmittel zu einer neuen Einheit. Ein gutes Beispiel ist die elektrische Gebäudeinstallation. Sie besteht aus mehreren Betriebsmitteln, die einzeln geprüft werden müssen – von der Leitung über den Verteilerkasten bis zur Steckdose. Stationäre Anlagen sind ortsfest. Sie sind fest in einer Immobilie oder in einem Fahrzeug verbaut. Beispiele sind:

  • Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik
  • Rolltore, Schranken
  • Brandmeldeanlagen
  • Aufzüge, Rolltreppen

Nichtstationäre Anlagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zum Betrieb zusammengebaut und nach ihrem Einsatz zerlegt werden. Als Beispiel nennt die DGUV Vorschrift 3 Anlagen auf Baustellen oder Montagestellen. Elektrische Anlagen müssen alle vier Jahre geprüft werden. Anlagen besonderer Art (DIN VDE 0100 Gruppe 700) sind einer jährlichen DGUV V3 Prüfung zu unterziehen.

Elektrische Maschinen

Elektrische Maschinen verfügen im Normalfall über elektrische Antriebe und hohe Schutzmaßnahmen. Sie sind mit einer Not-Aus-Einrichtung versehen, um unmittelbar drohende Gefahren bestmöglich abwenden zu können. Beispiele sind Roboteranlagen, Produktionsstraßen und Pressen. Für elektrische Maschinen sieht die DGUV V3 ein Prüfintervall von vier Jahren vor.

Hinweis: In vielen Fällen lässt sich nur schwer unterscheiden, ob es sich um ein elektrisches Gerät, eine elektrische Anlage oder Maschine handelt. Letztendlich entscheidet die verantwortliche Elektrofachkraft, nach welchen Kriterien ein Arbeitsmittel geprüft werden muss.

DGUV Vorschrift 3 Maschine

Was sagt die DGUV Vorschrift 3 zur Qualifikation des Prüfpersonals?

Die DGUV Vorschrift setzt voraus, dass die Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden darf, die nach den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 1203) befähigt ist. Diese sogenannte „befähigte Person“ muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • abgeschlossene elektrotechnische Ausbildung bzw. entsprechendes Studium
  • mindestens einjährige Berufserfahrung auf dem Gebiet der Elektroprüfung
  • die Kenntnisse müssen durch regelmäßige Schulungen auf den neuesten Stand gebracht werden

Welche Konsequenzen drohen bei einer Nichteinhaltung der DGUV V3?

Die DGUV V3 Prüfung ist durch die Berufsgenossenschaft vorgeschrieben. Ihr Charakter ist verbindlich – hält sich ein Unternehmer nicht an diese Vorgabe, kann dies ernsthafte Konsequenzen mit sich bringen. Bei Nichtbeachtung der VDE-Bestimmungen drohen Bußgelder. Lässt ein Unternehmer die VDE Prüfung bewusst nicht durchführen, erfüllt dies sogar einen Straftatbestand.

Kommt es zu einem Unfall mit einem elektrischen Betriebsmittel, springt im Regelfall die gesetzliche Unfallversicherung ein. Voraussetzung ist, dass in regelmäßigen Abständen eine DGUV V3 Prüfung durchgeführt wurde. Unternehmer, die sich nicht an die Vorgaben der DGUV V3 gehalten haben, müssen für den Schaden selbst aufkommen. Dem Unternehmen drohen womöglich zusätzlich existenzgefährdende Klagen auf Schadensersatz.

Technische Aufsichtsbeamte der Berufsgenossenschaften prüfen stichprobenartig, ob die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und ortsfester Anlagen regelmäßig durchgeführt wurde. Auch Haftpflichtversicherungen verlangen häufig einen Nachweis als Voraussetzung für einen Vertragsabschluss.

DGUV V3 Prüfung – von der Sichtprüfung bis zum Prüfprotokoll

Die Elektrogeräteprüfung wird in drei Stadien eingeteilt: Sichtprüfung, Messprüfung und Funktionsprüfung.

Ziel einer Sichtprüfung ist es, eine Einschätzung des Wartungszustandes zu bekommen. Die Elektrofachkraft überprüft die Geräte und Anlagen auf äußerliche Mängel wie defekte Stecker und beschädigte Leitungen. Ferner gehören fehlende Schutzabdeckungen und verstopfte Kühlöffnungen zu den Mängeln. Laut DGUV werden im Laufe einer Sichtprüfung circa 80 Prozent der Mängel erkannt. Während der Messprüfung stellt die Elektrofachkraft fest, ob der Benutzer des Betriebsmittels/der Anlage vor einem Stromschlag geschützt ist. Im Rahmen der Funktionsprüfung kontrolliert der Prüfer sicherheitsrelevante Elemente wie Schutzschalter, Erdungssysteme etc.

Hinweis: Die DGUV Vorschrift 3 enthält eine Durchführungsanweisung. Diese gibt an, wie die in der DGUV normierten Schutzziele erreicht werden können.

Die Ergebnisse der DGUV Prüfung werden in einem sogenannten Prüfprotokoll dokumentiert. Der Prüfbericht kann Hinweise zu Reparaturen sowie Optimierungsempfehlungen enthalten. Die sachgerechte Dokumentation ist gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist der Nachweis, dass die DGUV V3 Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde.

Unternehmer sind gut beraten, die Dokumentation längerfristig aufzubewahren, um im Schadensfall einen ordnungsgemäßen E-Check nachweisen zu können. Weiterhin lassen sich durch den Prüfbericht Veränderungen des Zustandes der elektrischen Betriebsmittel und Anlagen feststellen – die Prüffristen werden dementsprechend bestätigt oder angepasst.

Fazit

Ob ortsveränderliche Geräte oder ortsfeste Anlagen: Unternehmer sind gemäß DGUV V3 verpflichtet, alle im Betrieb befindlichen Betriebsmittel prüfen zu lassen.

Die Elektrogeräteprüfung darf ausschließlich von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden. Prüfgegenstände sind ortsfeste und ortsveränderliche Geräte sowie elektrische Anlagen und Maschinen. Der Prüfer geht während der Prüfung nach den vorgeschriebenen DIN-Normen vor.

Durch die DGUV V3 Prüfung können etliche Unfälle mit elektrischen Geräten und Anlagen vermieden werden. Sie schützt den Unternehmer vor Haftungen. Nehmen die Unternehmen ihre Aufgabe ernst, ist die Elektroprüfung nicht nur eine rechtliche Absicherung, sondern trägt maßgeblich zur Sicherheit der Arbeitnehmer bei. Im Interesse aller Beteiligten sollte einer regelmäßigen Überprüfung daher nichts im Wege stehen.

Wie oft DGUV Vorschrift 3 Prüfung?

DGUV Vorschrift 3 Prüfung – hier erläutern wir nähere Fragen dazu. Kurz: DGUV Vorschrift 3 legt ein maximales Testintervall für stationäre Geräte auf 48 Monate fest. Alle Elektrogeräte müssen von einem qualifizierten Elektriker überprüft werden.

Kürzere Testintervalle gelten für tragbare Geräte

Tragbare Geräte sind Elektrogeräte, die beim Betrieb einfach bewegt werden können, während sie an den Stromkreis angebracht sind. In Büros sind dies beispielsweise Computer, Wasserkocher sowie Netzteile oder Kaffeeautomaten. In Werksbetrieben gehören dazu handgehaltene Elektrowerkzeuge und Staubsauger. Bei tragbaren Geräten hängen die Testintervalle der DGUV V3 Prüfung von den Betriebsbedingungen und der Umgebung ab und können zwischen drei Monaten und zwei Jahren liegen.

Geräte, die stark beansprucht werden, sollten alle drei Monate einer DGUV Prüfung unterzogen werden, insbesondere auf Baustellen. Andererseits kann der Inspektionszeitraum für Geräte in Büros auf zwei Jahre angelegt werden, wenn die Quote der Fehler bei der vorherigen Inspektion weniger als zwei Prozent betrug, andernfalls müssen jährliche Inspektionen durchgeführt werden.

Die Risikobewertung definiert die DGUV Vorschrift 3 Prüfung und ihre Testfristen für die VDE-Prüfung

Die Risikobewertung ist ein bedeutendes Instrument zur Erfüllung der Aufgabe des Arbeitsschutzes. Beispielsweise wird definiert, welche DGUV Vorschrift 3-Testperioden zum Testen von elektrischen Geräten, Systemen und Maschinen durch die VDE Prüfung gelten. Firmen haben die Pflicht, eine solche Bewertung unter Berücksichtigung der individuellen Umstände ihres Unternehmens zu erstellen und regelmäßig VDE-Tests durch Elektro-Service-Unternehmen durchzuführen. Mit unserer zertifizierten Elektrogeräteprüfung sind Sie sicher.

DGUV V3 Prüfung Messgerät

Für eine korrekte DGUV Vorschrift 3 Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist der Zeitpunkt des Tests wichtig!

Elektrische Geräte, die während der DGUV Vorschrift 3-Inspektionsintervalle nicht ordnungsgemäß überprüft werden, können eine große Gefahr für Kunden und Mitarbeiter darstellen. Im Schadensfall können sich Versicherungsunternehmen an Unternehmen mit heiklen Ansprüchen wenden.

Neben der Sozialverantwortung des Betriebsherren gibt es auch monetäre Gründe für die Durchführung einer Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel innerhalb der von DGUV Vorschrift 3 festgelegten Fristen. Unsere Elektrogeräteprüfung bietet die höchstmögliche elektrische Sicherheit. Auf Anfrage erstellen wir eine Risikobewertung mit Angabe der für Sie geltenden Testzeiten und führen professionell eine DGUV V3 Prüfung in Ihrem Unternehmen durch. Sie erhalten dann gesetzlich geschützte Unterlagen, wie das Prüfprotokoll, welches die Versicherungsgesellschaft im Schadensfall benötigt.

Mit einem E-Check können Sie die DGUV Vorschrift 3 Prüfung und deren Fristen definieren

Neben den Empfehlungen zum Zeitpunkt der DGUV V3-Validierung sind noch andere Faktoren zu berücksichtigen, welche der „Laie“ selbst oft nicht abschätzen kann. Mithilfe unserer elektronischen DGUV V3 Prüfung unterstützen wir Sie gerne bei der Festlegung der Validierungsfristen für Ihr Unternehmen. Zugleich ist es nicht nur wichtig, welche Systeme, Maschinen und Geräte betroffen sind, sondern auch, in welcher Umgebung sie betrieben werden. Theoretisch könnte die zweijährige Testdauer in der Praxis in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen erheblich verkürzt werden. Kontaktiere Sie uns! Wir erstellen für Sie eine personalisierte Risikobewertung gemäß den gesetzlichen Inspektionsfristen der DGUV V3.

Warum es Fristen für die Inspektion unter DGUV Vorschrift 3 Prüfung gibt

Gemäß TRBS 1201 dient der Testzeitraum sowohl der Sicherheit als auch den Menschen selbst. Er stellt sicher, dass Mitarbeiter und andere befugte Personen das betreffende Objekt nach allgemeinem Wissen und Erfahrung bis zum nächsten E-Check-Testtermin sicher verwenden können. Nach dem gesunden Menschenverstand sollte eine selten verwendete Kabeltrommel in einem Lager länger sicher sein als häufig genutzte Kaffeemaschinen in einer Teeküche.

Im Zusammenhang mit der Verwendung zu erwartende Mängel sollten Risiken rechtzeitig erkannt und behoben werden. Wenn die Anzahl der Fehler während des Tests zu hoch ist, muss der DGUV Vorschrift 3-Testzeitraum angepasst werden. Dies verhindert im Voraus, dass Sach- und Personenschäden verursacht werden. Der Arbeitgeber ist auch für die Sicherheit seiner Mitarbeiter und Besucher verantwortlich.

Was sind die Risiken einer Nichteinhaltung der DGUV V3?

Selbst kleine Defekte können zu einem elektrischen Schlag oder einem unauffälligen Schwelbrand führen, insbesondere bei elektrischen Geräten. Zusätzlich zu den erheblichen Schäden und Verletzungen, die durch Fahrlässigkeit bei ihren Pflichten entstehen können, kann der Unternehmer sogar rechtlich verfolgt werden, weil er seine Sorgfaltspflichten nicht erfüllt, keine Risikobewertung erstellt oder die DGUV V3 nicht einhält.

Wie wird das Fälligkeitsdatum für die DGUV V3-Prüfung ermittelt?

Gemäß § 5 der DGUV V3 (Prüfung) sind die Betreiber dafür verantwortlich, dass elektrische Systeme und Geräte regelmäßig auf ihren guten Zustand überprüft werden. Das Testintervall für tragbare Geräte kann auf Grundlage der DGUV V3 vom Unternehmen oder einem zertifizierten Tester festgelegt werden. Tragbare Geräte müssen vor dem ersten Gebrauch getestet werden. Ausnahmen bilden Geräte, die vom Hersteller installiert wurden. Nach der Reparatur tragbarer Geräte muss das Testintervall neu definiert werden. Auch wenn Änderungen vorgenommen werden, muss eine neue Prüfung durchgeführt werden. Der Prüfer bestimmt das Intervall der nächsten DGUV V3 Prüfung.

Der Unternehmer ist für die Einhaltung der Überprüfungsfristen verantwortlich. Das Wiederholungsintervall sollte so eingestellt werden, dass bei einer DGUV Prüfung erwartete Fehler rechtzeitig erkannt werden können. Die überprüften Testintervalle für normale Umgebungs- und Betriebsbedingungen sind in der DGUV-Verordnung 3, Abschnitt 5 aufgeführt. Das Testintervall für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist nicht genau definiert, sollte jedoch als Richtwert für normale Bedingungen verstanden werden. Eine Bewertung der tatsächlichen Unternehmensbedingungen ist für das Testintervall für tragbare Geräte von entscheidender Bedeutung.

In DGUV-V 3 (ehemals BGV A3) ist festgelegt, dass das geeignete Intervall zwischen dem Testen tragbarer Geräte oder dem Testen fester Systeme so gewählt werden sollte, dass eine maximale Fehlerrate von 2 % nicht überschritten wird. Diese absolute Fehlerdokumentation dient mit dem Prüfprotokoll als Nachweis für das angegebene Prüfintervall. Zugleich ist es wichtig, dass der Bediener im Schadensfall die Inspektionsintervalle einhält und nachweisen kann, dass die Intervalle beispielsweise für die Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel korrekt ausgewählt wurden. Ein falsch gewähltes Inspektionsintervall kann im Schadensfall jedoch nicht durch Unsicherheit oder Unwissenheit gerechtfertigt werden. Eine korrekte Risikobewertung ist aus rechtlicher Sicht von großer Bedeutung.

Was sind tragbare Geräte im DGUV V3-Test?

Tragbare Elektrogeräte werden während der Arbeit bewegt oder können einfach von einem Ort zum anderen verlegt werden, während sie an den Stromkreis angeschlossen sind. Solche tragbaren Geräte umfassen beispielsweise Scanner, Wasserkocher, Drucker, Bohrer, Telefone, Kopierer, Laptops, Computer, Kaffeemaschinen usw. Bei der DGUV V3 Prüfung von tragbaren DGUV V3-Geräten beträgt der ungefähre Wert der Inspektionsintervalle sechs Monate. Wenn ein Test für tragbare Geräte eine Fehlerrate von weniger als zwei Prozent ergibt, können die Testzeiträume entsprechend verlängert werden. Die maximale Verlängerung der Testzeiträume für tragbare Geräte beträgt zwei Jahre.

Der Betreiber ist für die regelmäßige DGUV V3 Prüfung der tragbaren Geräte verantwortlich. Darüber hinaus müssen alle Mitarbeiter defekte Geräte unverzüglich melden. Zum Testen tragbarer Geräte muss ein externer Dienstleister oder Mitarbeiter ernannt werden. Wenn ein Mitarbeiter tragbare Geräte überprüft, muss er den Status eines „Elektrikers“ haben. Um tragbare Geräte in einem Unternehmen kontinuierlich testen zu können, muss der Tester regelmäßige Schulungen absolvieren und Nachweise erbringen. Der Betreiber muss diese Zertifizierung anfordern, damit die Prüfung von Handheld-Geräten regelmäßig, ordnungsgemäß und in Übereinstimmung mit dem Gesetz durchgeführt wird.

DGUV V3 Prüfung Geräte

Welche Ausrüstung muss bei der DGUV Vorschrift 3 Prüfung überprüft werden?

Immer wieder werden wir gefragt, welche Geräte zur Gruppe der elektrischen Geräte gehören. Nach einer kurzen Überprüfung von § 2 Abs. 1 der Regel 3 der DGUV kann diese Frage recht einfach beantwortet werden: „Elektrische Geräte im Sinne dieser Unfallverhütungsverordnung sind alle Objekte, die ganz oder teilweise zur Nutzung von Elektrizität verwendet werden (z. B. Objekte zur Übertragung, Erzeugung, Verteilung, Messung, Speicherung, Umwandlung und zum Verbrauch) oder die übertragen werden, verteilte und Informationsverarbeitung. Dementsprechend müssen alle elektrischen Systeme, Geräte, Maschinen usw., die während des Betriebs verwendet werden, auf Sicherheit überprüft werden.

Tragbare elektrische Geräte sind sämtliche Apparaturen, die sich während des Betriebs von einem Ort zum anderen bewegen oder leicht bewegt werden können (aktive Verbindung mit dem Stromkreis). Stationäre elektrische Geräte sind elektrische Geräte, die dauerhaft an den Stromkreis angebracht sind, keinen Tragegriff haben und so schwer sind, dass sie während des Betriebs nicht leicht bewegt werden können.

Zum Beispiel: Kühlschrank, Elektroherd, Wasserspender, Bohrer, Klimaanlagen usw.

Ein elektrisches System ist eine Kombination mehrerer elektrischer Geräte.

Im Allgemeinen dürfen elektrische Prüfungen von elektrischen Systemen oder Geräten der DGUV nur von qualifizierten Elektrikern durchgeführt werden. Die Mindestanforderungen für die Prüfung elektrischer Systeme und Geräte durch das Personal ergeben sich aus Abschnitt 3.3 von TRBS-1203 und Regel 3 / BGV A3 DGUV.

Hinweis: Beachten Sie bei der Auswahl eines externen Prüfdienstleisters immer die Qualifikationen des beauftragten Prüfers und fordern Sie gegebenenfalls die entsprechenden (aktuellen) Befähigungsnachweise an. Dabei muss ein detaillierter Testbericht erstellt werden, um den DGUV-Test rechtlich zu validieren und das System/Gerät eindeutig zu identifizieren. Zugleich sollte der Bericht detaillierte Informationen zu den relevanten Teilen des Systems und den erkannten Fehlern enthalten.

Die DGUV-V3 definiert maximale Richtwerte für die Prüfungen:

  • 1 Jahr in Werkstätten, Produktion, Baustellen oder ähnlichen Bedingungen
  • 2 Jahre in Ämtern oder in ähnlichen Bedingungen

Bei Risikobewertungen können individuelle Fristen festgelegt werden, aber diese Richtlinien sind normalerweise ein guter Ausgangspunkt. In Übereinstimmung mit der Arbeitsschutzverordnung müssen Sie als Unternehmen und Betreiber sicherstellen, dass elektrische Systeme und Geräte auf ordnungsgemäßen Zustand überprüft werden.

DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel

Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel – Ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel sind elektrische Geräte, Maschinen und Anlagen, die weniger als 23 Kilogramm wiegen und leicht transportierbar sind. Dazu zählen Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Bohrmaschinen, Zentrifugen, Computer, Drucker, etc. Da diese im gewerblichen Bereich hoher Nutzung und dementsprechenden Verschleiß oder Gefahrenpotentialen ausgesetzt sind, müssen diese einer DGUV V3 Prüfung in regelmäßigen Abständen unterzogen werden, um die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten.

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel – Was genau ist darunter zu verstehen?

Bei der DGUV handelt es sich um eine Vorschrift, die die deutschen Unfallversicherungsgesellschaften gemeinsam mit den deutschen Berufsgenossenschaften und dem Gesetzgeber erlassen haben. Sie dienen dazu, dass erhöhte Aufkommen von Betriebsunfällen durch defekte elektrische Geräte, Anlagen und Maschinen zu unterbinden. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in regelmäßigen Abständen stellt eine effektvolle Maßnahme dar.

Daher betrifft die DGUV Vorschrift 3 jeden Betrieb, der ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel gewerblich nutzt. Dazu gehören der Handel, die Industrie sowie das Gewerbe. Die bereits bestehenden Regelwerke wurden dementsprechende angepasst. Diese Betriebsmittel werden somit in Büros, Krankenhäusern, Laboren, Stahlbetrieben sowie von Klempern, Tischlern, etc. verwendet. Weitere Grundlagen für die DGUV V3 Prüfung stellen Normen, Gesetze, Verordnungen und Richtlinien dar. Mit der Namensänderung der deutschen Dachverbände kam es auch zur Änderung der Vorschrift BGV A 3 in DGUV V3. Die DGUV V3 Prüfung ist für alle Betrieben obligatorisch und hat in regelmäßigen Abständen wiederholt zu werden.

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel Büro

Welche anderen Regelwerke finden noch Anwendung?

Die DGUV V3 Prüfung besteht aus Teilen, die für so gut wie jede Branche zutreffen und aus solchen, die speziell sind. Das wurde in den jeweiligen Regelwerken berücksichtigt. Das betrifft vor allem den Brandschutz. Weitere Regelwerke sind:

  • die TRBS 1203 (technische Regeln für Betriebssicherheit),
  • die DGUV V3 sowie V4 – die Prüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel sowie ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel,
  • der ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz),
  • die BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung),
  • die VDE (Normen des Verbands der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker) sowie
  • die VdS 3602 (Feuerschutzklausel der VdS Schadenverhütung GmbH).

Die DGUV Vorschrift 3 dient als Grundlage für alle Prüfungen. Die technischen Normen werden vom deutschen Verband der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker erstellt. Der Verband prüft deren Einhaltung und schult Prüfer dementsprechend. Die VdS Schadenverhütung GmbH ist auf den Brandschutz fokussiert (Feuerschutzklausel).

Welche Arbeitsschritte müssen bei einer DGUV V3 Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durchlaufen werden?

Die einzelnen Prüfungsabschnitte sind so aufgebaut, dass sie unbedingt nach einander absolviert werden müssen. Diese Vorgehensweise garantiert darüber hinaus die Sicherheit während der DGUV Prüfung:

  • Sichtkontrolle
  • Funktionskontrolle
  • Messung
  • Dokumentation.

Die Sichtkontrolle gewährleistet, dass keinerlei Schäden an den insolierten Teilen oder dem Gehäuse vorhanden sind. Dabei wird auch die Umgebung des Betriebsmittels auf Behinderungen oder Blockierungen untersucht (Not-Aus-Schalter). Die Bedienbarkeit sowie die Handhabung werden dabei ebenfalls unter die Lupe genommen. Ein Probedurchlauf gibt Aufschluss darüber, ob das elektrische Betriebsmittel auch funktionstüchtig ist. Die Messung der unterschiedlichen Sicherheitsströme, Spannungen, Widerstände, etc. sorgt dafür, dass es zu keiner Überhitzung oder Kurzschlüssen kommen kann. Alle gewonnenen Erkenntnisse, wie zum Beispiel Mängel, Maßnahmen, Messwerte, Abweichungen, Fristen, etc. müssen noch während der DGUV V3 Prüfung im Prüfprotokoll festgehalten werden. Danach erfolgt die Unterschrift des Prüfers, der abschließend noch die Prüfplakette auf dem elektrischen Betriebsmittel nach der DGUV V3 anbringt.

Wer darf die DGUV V3 Prüfung abnehmen?

Das kann sowohl ein Prüfbetrieb als auch eine befähigte Person im Betrieb des Betreibers oder Unternehmers sein. Ein spezieller Prüfbetrieb ist ein Unternehmen, der nur Betriebsprüfungen abnimmt. Bei der zweiten Art eines Prüfbetriebes handelt es sich um einen zertifizierten Elektrofachbetrieb, der die Elektrogeräteprüfung und alle üblichen Elektroarbeiten erledigt. Darüber hinaus müssen sich beide Betriebe zusätzlich für die Durchführung der Prüfung nach der DGUV Vorschrift 3 qualifizieren. Sie müssen darüber hinaus über Personal verfügen, das speziell für die Elektroprüfung ausgebildet ist. Das Prüfpersonal muss zusätzlich entsprechende regelmäßige Fortbildungen besuchen.

Darüber hinaus hat jeder Prüfer nach der DGUV V3 dafür zu sorgen, dass er immer auf dem Letztstand ist. Zur Prüfung nach der DGUV V3 dürfen nur zugelassene Mess- und Prüfgeräte verwenden werden. Alle Geräte, die bei der Prüfung verwendet werden, müssen nach der DGUV Vorschrift 3 zertifiziert, kalibriert und voll funktionsfähig sein. Messgeräte messen die tatsächlichen Werte am Tag der Prüfung. Prüfgeräte hingegen messen und vergleichen diese mit den vorab gespeicherten Toleranzwerten. Sowohl die erhaltenen Werte als such deren Abweichungen von den Referenzwerten haben ins Protokoll eingetragen zu werden.

Prüfbetriebe sind daher ermächtigt, sowohl die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel als auch die VdS 3602 Feuerschutzklausel-Prüfung abzunehmen. Für die Feuerschutzklausel-Prüfung muss eine zusätzliche Zertifizierung der Schadenverhütung GmbH verfügen des jeweiligen Prüfers vorliegen. Kein Prüfer hat hinsichtlich der entsprechenden Prüfungen den Weisungen des Unternehmers bzw. des Betreibers Folge zu leisten.

Jede VDE Prüfung bzw. DGUV Prüfung hat durch befähigtes, zertifiziertes Elektrofachpersonal nach der DGUV Vorschrift 3 abgenommen zu werden. Für diese Prüfer gilt ebenfalls, dass sie hinsichtlich der Prüfung nach der BGV A3 keine Anweisungen Dritter befolgen müssen. Sie alle haften mit dem von ihnen unterfertigem Prüfprotokoll für die Vollständigkeit und Richtigkeit ihrer Angaben. Sie garantieren damit die Sicherheit des Unternehmens. Prüfbetriebe sind in der Lage, mehrere verpflichtende Prüfungen am selben Tag durchzuführen. Das spart viel Zeit und damit auch Geld.

Welche Voraussetzungen muss eine befähigte Person zur Durchführung der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel erfüllen?

Es muss sich dabei um eine Elektrofachkraft, die über mindestens ein Jahr Berufspraxis in dem entsprechenden Bereich verfügt, handeln. Die Fachkraft hat darüber hinaus einen DGUV Vorschrift 3 Kurs samt der dazugehörigen Prüfung zu absolvieren. Eine Befähigung zur Prüfung nach der Feuerschutzklausel geht mit der Absolvierung eines VdS Kurses einher. Fortbildungen haben von allen Prüfern in regelmäßigen Intervallen absolviert zu werden. Ein Nachweis darüber muss auf Wunsch jederzeit vorlegbar sein.

Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel Scanner

Wie und wann werden die Intervalle für die Prüfung nach der DGUV V3 festgelegt?

Der erste E-Check muss noch vorgenommen werden, bevor das Gerät, die Maschine oder Anlage in Betrieb genommen wird. Somit wird sichergestellt, dass kein elektrisches Betriebsmittel betrieben wird, dass einen Kabelbrand oder Kurzschluss auslösen könnte. Alle Hersteller sind vom Gesetzgeber aus dazu angehalten, jedes Erzeugnis, das das Unternehmen verlässt, sicherheits- und funktionstechnisch zu prüfen. Darüber ist ebenfalls ein Prüfbericht anzufertigen, der häufig die Grundlage für den Käufer darstellt. Sehr oft ist er auch Bestandteil des jeweiligen Kaufvertrages. In allen anderen Fällen hat der Käufer dafür Sorge zu tragen, dass die obligatorische VDE Prüfung des neuen Gerätes, der Anlage oder der Maschine noch vor der ersten Inbetriebnahme abgenommen wird. Aufgrund des ersten Prüfprotokolls wird die Gefährdungsbeurteilung erstellt. In diese fließen darüber hinaus die Umgebungsbedingungen des Käuferstandortes mit ein. Diese Beurteilung bildet die Grundlage zur Entscheidung über alle weiteren Prüfabstände.

Die Gefährdungsbeurteilung ist deswegen so bedeutsam, weil sich die Intervalle gezielt auf den jeweiligen Betrieb abstimmt. Zwei Betriebe derselben Branche weisen trotzdem unterschiedliche Risiken und Gefahren auf. Dabei kommt es auch darauf an, wie und wo die ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel platziert werden und was sich in der Nähe befindet. Betriebsmittel in Büros zum Beispiel sind weitaus weniger Gefahren ausgesetzt als Betriebsmittel in einer Produktionsstätte oder einem Labor. Dabei handelt es sich meistens um Kühlschränke, Drucker, Computer, Staubsauger, Kaffeemaschinen, etc. Deshalb finden in dieser Umgebung die Prüfungen nur alle zwei Jahre statt. In Produktionsstätten oder Werkstätten werden die Betriebsmittel ständig verwendet. Daher ist in dieser Umgebung der E-Check einmal pro Jahr notwendig.

Alle ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel, die auf einer Baustelle zum Einsatz kommen, unterliegen einem noch höheren Risiko. Sie werden ständig bewegt, unterschiedlich eingesetzt und gehandhabt. Die Gefahr ist daher groß, dass die Geräte, Maschinen oder Anlagen auf dem Transportweg beschädigt werden. Ganz zu schweigen vom erhöhten Verschleiß der Bauteile. Die Prüfabstände müssen daher unbedingt alle drei bis sechs Monaten liegen. Kommt es zu Unfällen oder zur Nicht-Erfüllung durch den Betreiber oder Unternehmer nach der DGUV Vorschrift 3, müssen kürzere Abstände angeordnet werden.

Kann sich der Betreiber bzw. Unternehmer weigern, eine DGUV Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel durchzuführen?

Auf keinen Fall, da die Prüfung nach der BGV A3 gesetzlich verpflichtend geworden ist. Dies kommt einer groben Fahrlässigkeit gleich und diese ist aufgrund der möglichen Auswirkungen gleich mehrfach strafbar. Wird die Prüfung nicht durchgeführt und es kommt zu einem Unfall, bei dem Menschen verletzt werden, geht es nicht mehr nur um Bußgelder, sondern um die Betriebsschließung und Gefängnisstrafen. Die Elektrogeräteprüfung garantiert die Sicherheit des Betriebes und der Menschen darin. Probleme und Defekte können schon im Vorfeld festgestellt werden, noch bevor sie sich zum Kabelbrand oder der gewaltigen Explosion ausgewachsen haben. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel halbiert mögliche zukünftige Reparaturen, vermindert Wartungszeiten und reduziert Versicherungsprämien. Darüber hinaus kommt es zu keinen kostspieligen Stillständen mehr.

Fazit

Die DGUV V3 sorgt vor allem auch dafür, dass die Langlebigkeit der Betriebsmittel verbessert wird. Auf diese Art und Weise sind Neuanschaffungen nicht mehr so oft notwendig. Die Betriebssicherheit ist durch die wiederkehrenden Betriebsprüfungen zu jeder Zeit gewährleistet.

Für wen gilt die DGUV V3?

Die DGUV V3 ist eine Vorschrift, die von den deutschen Unfallversicherern in Zusammenarbeit mit den deutschen Berufsgenossenschaften sowie dem Gesetzgeber ausgearbeitet wurde. Da es in den letzten Jahren immer öfter zu Betriebsunfällen mit defekten elektrischen Geräten kam, wollten die Unfallversicherer mit der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel in regelmäßigen Abständen eine wirksame Maßnahme setzen.

Worum geht es dabei konkret?

Unfälle treten verstärkt dort auf, wo ein reger Umgang mit elektrischen Geräten, Anlagen und Maschinen herrscht, nämlich im gewerblichen Bereich. Daher betrifft die DGUV Vorschrift 3 jeden Betrieb, der diese Betriebsmittel gewerblich nutzt, egal ob Handel, Industrie oder Gewerbe. Die vorhandenen Regelwerke wurden entsprechend adaptiert. Dazu zählen Büros, genauso wie Labore, Krankenhäuser, Klempner, Stahlbetriebe, etc. Als Grundlage der Prüfung werden darüber hinaus Normen, Verordnungen, Gesetze sowie Richtlinien herangezogen. Da der Name der deutschen Dachverbände geändert wurde, wurde demzufolge auch die Vorschrift BGV A 3 in DGUV V3 umbenannt. Die Prüfung nach der DGUV V3 ist für alle Betrieben verpflichtend und muss in wiederkehrenden Abständen wiederholt werden.

Welche Regelwerke sind noch zu berücksichtigen?

Da eine BGV A3 Prüfung auf die jeweilige Branche sowie den Betrieb zugeschnitten ist, aber einige Bestandteile auch andere Betriebe betreffen, sind die Regelwerke teilweise überlappend, teilweise speziell aufgebaut. Das trifft besonders auf die Brandgefahr zu:

  • der DGUV V3 sowie V4 – die Prüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel sowie ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel,
  • dem ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz),
  • der BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung),
  • den VDE (Normen des Verbands der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker),
  • der VdS 3602 (Feuerschutzklausel der VdS Schadenverhütung GmbH) sowie
  • den TRBS 1203 (technische Regeln für Betriebssicherheit).

Die DGUV Vorschrift 3 bildet die Basis aller Prüfungen. Für die technischen Normen zeichnet der deutsche Verband der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker verantwortlich. Er erstellt diese Normen, prüft sie und schult die Prüfer. Die VdS Schadenverhütung GmbH befasst sich vor allem mit dem Brandschutz. Die Bezeichnung „Prüfung nach der Feuerschutzklausel“ kommt daher nicht von ungefähr.

Wie sieht das Prozedere einer DGUV V3 Prüfung im Detail aus?

Jeder Prüfungsabschnitt baut auf dem nächsten auf. Daher ist die Reihenfolge unbedingt einzuhalten. Darüber hinaus gewährleistet das auch die Sicherheit während der Prüfung:

  • Sichtkontrolle
  • Funktionskontrolle
  • Messung
  • Dokumentation.

Die visuelle Elektrogeräteprüfung garantiert, dass es keine Defekte am Gehäuse oder der Isolierung gibt. Natürlich wird dabei auch überprüft, ob das Betriebsmittel auch ordnungsgemäß positioniert und bedient wird. Die Funktionstüchtigkeit des elektrischen Betriebsmittels wird im Probedurchlauf überprüft. Danach erfolgt die Messung der verschiedenen Widerstände, Spannungen, Sicherheitsströme, etc. Somit kommt es zu keiner Überhitzung. Die Messwerte, Abweichungen, Fristen, Mängel, Maßnahmen, etc. werden während der gesamten DGUV V3 Prüfung im Protokoll detailliert dokumentiert. Der Prüfer unterfertigt sodann das Dokument und versieht das elektrische Betriebsmittel nach der DGUV V3 mit der Prüfplakette.

DGUV V3

Wer darf diese DGUV V3 Prüfung durchführen?

Entweder handelt es sich dabei um einen speziellen Prüfbetrieb, der ausschließlich Betriebsprüfungen durchführt oder um einen zertifizierten Elektrofachbetrieb, der neben der Elektrogeräteprüfung die gängigen Elektroarbeiten durchführt. In beiden Fällen muss sichergestellt sein, dass der Betrieb auch zur Prüfung nach der DGUV Vorschrift 3 berechtigt ist. Beide Betriebe müssen über das speziell ausgebildete Fachpersonal verfügen und dieses zu regelmäßigen Fortbildungen senden.

Darüber hinaus ist jeder Prüfer verpflichtet, sich auf dem letzten Stand der Technik sowie der rechtlichen Grundlagen zu halten. Es versteht sich von selbst, dass er nur die zugelassenen Prüf- und Messgeräte verwenden darf. Alle zur Prüfung verwendeten Geräte haben nach der DGUV Vorschrift 3 kalibriert, zertifiziert sowie funktionstüchtig zu sein. Messgeräte dienen rein zur Messung der aktuellen Werte. Prüfgeräte hingegen vergleichen die momentanen Werte mit eingegebenen Referenzwerten. Die erhaltenen Werte sowie Abweichungen von den Toleranzen müssen im Prüfprotokoll festgehalten werden.

Somit sind Prüfbetriebe berechtigt, die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel und die VdS 3602 Feuerschutzklausel-Prüfung durchzuführen. Für Letztere muss der Prüfer über eine zusätzliche Zertifizierung der Schadenverhütung GmbH verfügen. Alle Prüfer unterliegen keinerlei Weisungen hinsichtlich der Prüfungen durch die Betreiber oder Unternehmer.

Jede DGUV Prüfung bzw. VDE Prüfung darf nur von zertifiziertem und befähigtem, Elektrofachpersonal nach der DGUV Vorschrift 3 durchgeführt werden. Auch diese Prüfer unterliegen hinsichtlich der DGUV V3 Prüfung keinerlei Weisungen Dritter. Schließlich haften sie mit ihrer Unterschrift auf dem Prüfprotokoll für die Richtigkeit ihrer Angaben und der Sicherheit des Betriebes. Prüfbetriebe ermöglichen es, dass alle Prüfungen auf einmal durchgeführt werden können. Das bringt eine erhebliche Kosten- sowie Zeitersparnis.

Was gehört zu den Voraussetzungen einer befähigten Person laut DGUV V3 Prüfung?

Zunächst muss die benannte Person eine Elektrofachkraft mit einer mindestens einjährigen Praxiserfahrung in diesem Bereich sein. Sie muss darüber hinaus einen DGUV Vorschrift 3 Kurs einschließlich Abschlussprüfung erfolgreich besucht haben. Die Befähigung zur Prüfung nach der Feuerschutzklausel setzt die Absolvierung eines speziellen Kurses bei der VdS voraus. Fortbildungen müssen in jedem Fall in regelmäßigen Abständen besucht werden. Darüber müssen jederzeit Nachweise erbracht werden können.

Wann müssen elektrische Betriebsmittel nach DGUV V3 geprüft werden?

Die Prüfung muss vor der Inbetriebnahme eines Gerätes, einer Anlage oder Maschine durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass kein Betriebsmittel in Betrieb genommen wird, dass schadhaft ist. Die Hersteller hingegen vom Gesetzgeber her verpflichtet, jedes Produkt, das ihren Betreib verlässt, auf Sicherheit und Funktionstüchtigkeit zu prüfen. Darüber ist ein Prüfbericht anzufertigen. Dieser stellt die Basis für den Käufer dar und ist oft Bestandteil des betreffenden Kaufvertrages. Ist das nicht möglich, muss der Käufer dafür sorgen, dass die verpflichtende VDE Prüfung des neuen Betriebsmittels bevor dieses in Betrieb geht durchgeführt wird. Dieser erste Prüfbericht stellt die Grundlage zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung dar, die auch die Umgebungseinflüsse im Betrieb des Käufers miteinbezieht. Sie stellt darüber hinaus die Grundlage für alle weiteren Prüfintervalle dar.

Die Gefährdungsbeurteilung ist deswegen ausschlaggebend, weil sie auch alle Gegebenheiten vor Ort im Betrieb des Unternehmers miteinbezieht. So können sich für zwei Betriebe derselben Branche komplett unterschiedliche Intervalle ergeben, weil in einem Betrieb ein höheres Gefährdungspotential besteht. Dies kann durch zusätzliche Geräte, die Positionierung oder die Handhabung sowie die Stromversorgung sein. Betriebsmittel in Büros unterliegen grundsätzlich einer geringeren Unfallgefahr. Hier handelt es sich meistens um Drucker, Computer, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Kühlschrank, etc. In diesem Bereich sind unter normalen Umständen Prüfungen alle zwei Jahre angemessen. Für Werkstätten oder Produktionsbetriebe sind die elektrischen Betriebsmittel in ständigem Gebrauch. Der E-Check sollte daher einmal jährlich erfolgen.

Ortsveränderliche Betriebsmittel (Betoniermaschinen), die auf Baustellen eingesetzt werden, werden ständig genutzt und immer wieder zu einer anderen Baustelle transportiert. Das birgt natürlich jede Menge Gefahren, sei es Beschädigungen durch den Transport, durch unterschiedliches Personal oder einfach erhöhter Verschleiß. Deshalb sind in diesem Fall die Prüfabstände zwischen drei und sechs Monaten unbedingt erforderlich. Werden die Vorgaben nach der DGUV Vorschrift 3 nicht erfüllt oder kommt es zu Unfällen, finden die Prüfungen in kürzeren Abständen statt.

DGUV V3 Unterschrift

Was geschieht bei einer Weigerung der DGUV V3 Prüfung?

Da die DGUV V3 Prüfung vom Gesetzgeber mit der BGV A3 verpflichtend eingeführt wurde, kommt eine Weigerung einer groben Fahrlässigkeit gleich. Dadurch werden Menschenleben sowohl innerhalb als auch außerhalb des Betriebes gefährdet. Der Sinn und Zweck einer DGUV V3 Prüfung ist die Betriebssicherheit als auch die Sicherheit der Arbeitsplätze. In weiterer Folge wird auch die Sicherheit der Umgebung garantiert. Brände können nämlich auch auf nebenliegende Gebäude übergreifen oder zu Explosionen führen, die die gesamte Umgebung in Mitleidenschaft ziehen. Probleme werden durch die DGUV V3 Prüfung schon entdeckt und behoben bevor sie sich zu größeren Problemen oder Schäden auswachsen können. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel reduziert Reparaturen, Wartungszeiten und verhindert somit kostenintensive Stillstände des Betriebes.

Welche Konsequenzen hat der Unternehmer zu erwarten?

Wird der E-Check verweigert, macht sich der Betreiber bzw. Unternehmer mehrfach strafbar. Üblicherweise wird eine Nachfrist gesetzt. Bei einer neuerlichen Weigerung hat das erhebliche Konsequenzen nach der BetrSichV, der DGUV V3, sowie des Arbeitsschutzgesetzes zur Folgen. Kommt es zu einem Unfall oder sind Verletzte und/oder Tote zu beklagen (§ 25 Abs. 1 BetrSichV, § 26 Nr. 2 ArbSchG), muss der Betreiber bzw. Unternehmer mit der Betriebsschließung, hohen Geldstrafen oder sogar einer Freiheitsstrafe zu rechnen.

Das Produktsicherheitsgesetz (§ 40 des Produktsicherheitsgesetzes) regelt auch die Sicherheit im Produktionsbereich. Kommt es in diesem Bereich zu einer Weigerung oder wiederholten Nicht-Erfüllung, wird auch das als strafbare Handlung gesehen. Weitreichende und schwerwiegende Konsequenzen sind zu erwarten. Die DGUV sowie alle anderen diesbezüglichen Gesetze und Vorschriften wurden erlassen, um die Menschen und den Betrieb zu schützen. Damit sind alle Menschen gemeint, die sich im Unternehmen aufhalten. Dass können Kunden, Mitarbeiter, genauso wie Lieferanten, Postboten, Pizzalieferanten, etc. sein.

Fazit

Durch die DGUV V3 Prüfung werden Versicherungsprämien reduziert, die Langlebigkeit der Maschinen erhöht sowie Stillstände vermieden. An oberster Stelle solle die Sicherheit der Menschen im Betrieb stehen. Elektrische Geräte, Anlagen und Maschinen sind aus unserem Leben im 21. Jahrhundert nicht mehr wegzudenken. Am Arbeitsplatz findet sich eine Vielzahl elektrischer Betriebsmittel.

Wer darf die DGUV V3 Prüfung durchführen?

Sie haben elektrische Geräte, welche geprüft werden müssen? Sie haben sich bereits informiert, wissen allerdings nicht, wer die DGUV V3 Prüfung vornehmen darf? Dann finden Sie hier Ihre Antwort. Wir erklären Ihnen alles, was es zum Thema Elektrogeräteprüfung zu wissen gibt und wer sie durchführen darf.

Elektrische Prüfungen gemäß der DGUV Vorschrift 3 dürfen nur von einem qualifizierten Elektriker, welcher die technischen Sicherheitsvorschriften für den Betrieb (TRBS 1203) berücksichtigt, durchgeführt werden. Er sollte dafür geeignete Mess- und Prüfgeräte einsetzen. Die rechtliche Grundlage hierfür ist § 2 Abs. 6 der Arbeitsschutzverordnung. Die besagt, dass nur eine „qualifizierte Person“ die Prüfung von ortsveränderlich elektrischen Betriebsmittel gemäß DGUV V3 durchführen darf. Doch wer ist so eine „qualifizierte Person“?

Qualifizierte Personenanforderung an einen Elektriker

Die Anforderungen an qualifizierte Fachkräfte werden in TRBS 1203 geregelt und beziehen sich auf die Bereiche Ausbildung, Berufserfahrung und schnelle berufliche Tätigkeit. Nur wer diesen Anforderungen genügt, darf die ehemals BGV A3 genannte DGUV V3 Prüfung vornehmen.

Welche Berufsausbildung für die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel ist von Nöten?

Wer sich als qualifizierter Prüftechniker nach DGUV V3 qualifizieren möchte, muss vorher eine Berufsausbildung im elektrotechnischen Bereich abgeschlossen haben. Wie bei vielen Berufen kann auch eine alternative vergleichbare elektrotechnische Qualifikation ausreichen, ebenso genügt manchmal auch ein technischer Abschluss. Nur wer über diese Qualifikationen verfügt, darf die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel vornehmen.

DGUV V3 Prüfung

Welche Berufserfahrung wird für die DGUV V3 Prüfung benötigt?

Die qualifizierte Person muss über ausreichende praktische Kenntnisse verfügen und über einen ausreichenden Zeitraum mit den entsprechenden Geräten und Mitteln umgehen können. Um die Qualität der qualifizierten Person zu überprüfen, muss eine Testaufgabe absolviert werden. Die qualifizierte Person muss bei der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel typische Schäden erkennen und die damit einhergehenden Gefahren bewerten können. Die Durchführung mehrerer Elektrogeräteprüfungen im Jahr wird Teil seiner operativen beruflichen Tätigkeit, welche für die Prüfungspraxis erforderlich ist. Zudem muss die qualifizierte Person regelmäßig Schulungen besuchen und sich weiterbilden. Dies kann durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit Kollegen in seiner Abteilung erzielt werden.

Personen, welche eine elektrische Ausbildung absolviert haben, sind vorerst als Hilfsperson tätig. Sie dürfen die Prüfung nach DGUV Vorschrift 3 nur unter Anweisung eines Spezialisten durchführen, da sie die Gefahren noch nicht selbstständig einschätzen können.

Selbst für jemanden, der erst kürzlich seine Berufsausbildung abgeschlossen hat, wird sichergestellt, dass die erforderlichen Fähigkeiten vorhanden sind. Aus diesem Grund können weitere individuelle Schulungen zu gewissen Arbeitsgeräten oder Testgeräten erforderlich sein. Schlussendlich entscheidet der Arbeitgeber, ob die qualifizierte Person die Anforderung gemäß TRBS 1203 erfüllt und der Test zugewiesen werden kann. Aus den Vorschriften zur Umsetzung von § 2 der DGUV V3 Prüfung lässt sich herauslesen, dass durch den Abschluss seiner Ausbildung die berufliche Qualifikation eines Elektrikers bestätigt wird. Dies sind beispielsweise Ausbildungen zum Elektriker, Elektrotechniker, Elektrikerlehrling oder Elektromeister. Des Weiteren kann durch mehrjährige Arbeit mit einer Theorie- und Praxisausbildung die Qualifikation bestätigt werden. Hierfür muss allerdings die Prüfung eines qualifizierten Elektrikers vorliegen.

Damit eine qualifizierte Person gemäß DGUV Vorschrift 3 und Betriebssicherheitsverordnung auch als qualifizierte Personen gilt, müssen Arbeitgeber dies stets überprüfen und sicherstellen. Prüfunternehmen beschäftigen ausschließlich hoch qualifizierte Spezialisten für Elektrotechnik sowie Spezialisten für bestimmte elektrische Aufgaben. Außerdem arbeiten dort auch geschulte Mitarbeiter, die alle Anforderungen der TRBS-1203 und Betriebssicherheitsverordnung erfüllen. Um die erforderlichen Dienstleistungen gegenüber dem Kunden zu gewährleisten, werden regelmäßige Schulungen durchgeführt, weiterhin werden die modernsten Testgeräte eingesetzt.

Nun zur eigentlichen Frage – wer kann die DGUV V3 Prüfung durchführen?

Es gibt hohe Anforderungen an das Personal, welches die elektronische Überprüfung gemäß DGUV V3 tätigt. Hierbei gibt der Gesetzgeber zwei spezielle Personengruppen vor: qualifizierten Personen sowie Spezialisten für Elektrotechnik. Wie bereits erwähnt, muss eine qualifizierte Person stets geschult sein. Des Weiteren kann außerdem ein Kurs belegt werden, der es ermöglicht, gemäß der DGUV V3 Prüfung getestet zu werden. Egal, zu welcher Personengruppe die qualifizierte Person gehört, sie muss mindestens ein Jahr einschlägige Berufserfahrung verfügen. Die DGUV V3 Prüfer werden ebenfalls angehalten, mit den Regeln und Bestimmungen für die Durchführung von Prüfungen, gemäß Regel 3 der DGUV Vorschrift 3, sowie mit den speziellen Messinstrumenten vertraut zu sein.

Wer ist für die DGUV V3 Prüfung verantwortlich?

Das Unternehmen ist für das Prüfen der elektrischen Geräte und Anlagen gemäß Regel 3 der DGUV Vorschrift 3 verantwortlich. Der Betrieb übernimmt also die Verantwortung, dass die Planung und Durchführung der elektronischen Überprüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Sollten die Verpflichtungen nicht erfüllt werden oder das Unternehmen ihnen nicht nachkommt, können hohe Bußgelder anfallen. Dies geschieht ebenso, wenn die Überprüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Bei eventuell anfallenden Schäden können Versicherungsunternehmen die Zahlung aufgrund des selbst verursachten Fehlers ganz oder teilweise verweigern. Ein Versicherungsfall würde entstehen, wenn ein Unfall mit Systemen und Geräten verursacht wurde oder auch, wenn nicht in der korrekten Form geprüft wurden.

Wie erfolgt der sogenannte E-Check gemäß DGUV Vorschrift 3?

Die Prüfung laut Regel 3 der DGUV ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Zuerst werden elektrische Geräte und Systeme visuell geprüft. Offensichtliche Mängel und Schäden werden vom Prüfer sehr schnell erkannt. Des Weiteren wird eine VDE Prüfung bei allen elektrisch betriebenen Geräten durchgeführt, die mit einer Steckvorrichtung in eine Steckdose gesteckt werden. Die VDE Prüfung unterscheidet sich etwas von der regulären Elektrogeräteprüfung. Die Systeme oder Geräte werden anschließend in Betrieb genommen. Der E-Check wird jetzt durchgeführt, während das Gerät in Betrieb ist. Sicherheits- und Abschaltmechanismen sind natürlich essenziell wichtig und werden ebenso getestet. Abschließend erfolgt das Überprüfen und Kontrollieren mit speziellen Messgeräten. Abweichungen von Sollwerten, Überschreitungen oder Spannungsschwankungen müssen mit Hilfe dieser Prüfung erkannt und beseitigt werden.

Sobald der Test abgeschlossen ist, wird ein Prüfprotokoll ausgehändigt. In diesem Prüfprotokoll steht, dass die elektronische Überprüfung gemäß Regel 3 der DGUV durchgeführt wurde und es dient gleichzeitig dem Gesetzgeber als Beweis hierfür. Das Protokoll beinhaltet Fehler, welche während der DGUV V3 Prüfung festgestellt wurden. Wurden Maschinen und Geräte geprüft, werden hierfür meistens auch Testdrucke ausgehändigt. Doch nicht alle Geräte werden immer geprüft. Die Ausnahme sind beispielsweise elektrische Anlagen und tragbare elektrischen Geräten. Diese DGUV V3 Prüfung ist für Unternehmen obligatorisch, da sie strengen Anforderungen unterliegt. Die Vorschriften hierfür sind in der DGUV-Verordnung 3 geregelt.

DGUV V3 Prüfung Scanner

Wer ist berechtigt, die DGUV V3 Prüfung durchzuführen?

Laut der DGUV V3, ehemals BGV A3 genannt, sieht die obligatorische Unfallversicherung in Deutschland eine regelmäßige Durchsicht aller tragbaren elektrischen Geräte vor. Zusätzlich müssen Betriebe in regelmäßigen Abständen das elektrische System ihres Gebäudes auf die Betriebssicherheit überprüfen und zudem stationäre elektrische Maschinen und Systeme prüfen lassen. Diese Prüfung darf gemäß Absatz 5 der DGUV V3 nur von einem qualifizierten Elektriker oder unter seiner Anleitung und Kontrolle durchgeführt werden.

Wer kann elektrische Geräte und Systeme prüfen?

Diese Verantwortung trägt zunächst der Arbeitgeber. Er ist dafür verantwortlich die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Sollte dieser nicht über die technischen Qualifikationen verfügen, muss er jemanden beauftragen. Um elektrische Geräte und Systeme zu testen, muss der Arbeitgeber dies beispielsweise einen zuständigen Elektrotechniker oder eine sonstige qualifizierte Person weitergeben. Nur dadurch können die Tests an diversen Arbeitsgeräten durchgeführt und kontrolliert werden. Für die DGUV Prüfung selbst ist laut Arbeitsschutzverordnung ein nach TRBS 1203 qualifizierter Spezialist erforderlich. Dieser muss zusätzlich zu den üblich gebrauchten, einschlägigen Normen und Regeln, sichere Betriebsbedingungen gewährleisten können. Dies sollte ihm aber durch seine Ausbildung und Erfahrung möglich sein. Des Weiteren ist es ein Muss, dass der Elektriker auf dem aktuellsten Stand der Technik ist und sich ebenso mit den neuesten Standards auskennt. Diese Qualifikation sollte er sich über geeignete Schulungsmaßnahmen angeeignet haben. Außerdem ist es wichtig, dass das Unternehmen den Elektriker schriftlich bestellt hat und ihn autorisiert, die DGUV Prüfung vorzunehmen.

DGUV V3 Prüfprotokoll

Das DGUV V3 Prüfprotokoll – Da es in der Vergangenheit zu immer zahlreicheren Unfällen mit defekten Maschinen, Elektrogeräten sowie Anlagen gekommen ist, haben die deutschen Berufsgenossenschaften, der Gesetzgeber sowie die deutschen Unfallversicherer beschlossen, mit regelmäßigen Prüfungen sowie verbesserten Regelwerken eine höhere Betriebssicherheit zu gewährleisten. Dabei handelt es sich um Normen, Vorschriften, Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen.

Was ist ein DGUV V3 Prüfprotokoll?

Die DGUV V3 Prüfung muss entsprechend dokumentiert werden. Dies geschieht mit einem gerichtssicheren Prüfprotokoll. Das heißt, dass das Protokoll vor Gericht beweiskräftig ist und diesem Stand zu halten hat. Somit kommt dem Prüfer eine große Verantwortung zu. Er kann sich sogar strafbar machen, wenn seine Angaben nicht stimmen. Das Protokoll muss daher folgende Punkte enthalten:

  • das Datum der momentanen Prüfung,
  • die Gerätebeschreibung und Bestandsnummer,
  • eventuelle gefundene Mängel, Schäden
  • Vorschläge und Fristen zur Behebung,
  • absichtliche Behinderungen während des Betriebs und der Prüfung,
  • alle erhaltenen Messwerte sowie
  • das Datum der nächsten DGUV V3 Prüfung.

Abschließend muss der Prüfer das Protokoll unterschreiben und die Prüfplakette am geprüften Betriebsmittel anbringen.

DGUV V3 Prüfprotokoll

DGUV V3 Prüfprotokoll – Welche Regelwerke sind maßgeblich?

Damit werden sowohl technische als auch rechtliche und sicherheitstechnische Belange abgedeckt:

  • die DGUV V3 sowie V4 – die Prüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel sowie ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
  • die VdS 3602 (Feuerschutzklausel der VdS Schadenverhütung GmbH)
  • das ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz)
  • die TRBS 1203 (technische Regeln für Betriebssicherheit)
  • die VDE (Normen des Verbands der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker) und
  • die BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung).

Die DGUV Vorschrift 3 ehemals BGV A3 bildet die Grundlage der wiederkehrenden Prüfungen nach der DGUV V3. Da sich der Name des für die Vorschrift Verantwortlichen Verbandes (des deutschen Dachverbandes der Berufsgenossenschaften mit den 27 deutschen Unfallversicherungsgesellschaften) geändert hat, wurde jener der Vorschrift geändert. Der deutsche Verband der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker wird mit VDE abgekürzt. Bei der VdS Schadenverhütung GmbH liegt der Fokus auf dem Brandschutz. Die betreffende Klausel ist daher als Feuerschutzklausel bekannt.

Was wird geprüft und wer darf die Prüfung durchführen?

Die Prüfung selbst kann durch Prüfbetriebe oder befähigte Personen, die dem Unternehmen angehören, das überprüft werden soll. Der Prüfservice muss entweder ein zertifizierter Elektrofachbetrieb sein oder ein ebenfalls zertifizierter Prüfbetrieb. Der Unterschied besteht darin, dass der Fachbetrieb neben den üblichen Elektroarbeiten auch die DGUV V3 Prüfung durchführt, der Prüfbetrieb aber nur nach der DGUV Vorschrift 3 prüft.

Der Prüfbetrieb ist angehalten, dafür zu sorgen, dass das befähigte Personal (DGUV V3) regelmäßig Weiterbildungen im jeweiligen Prüfbereich besucht. Natürlich müssen auch die geeigneten Prüf- und Messgeräte zur Verfügung stehen. Nach der DGUV Vorschrift 3 haben diese kalibriert und zertifiziert zu sein. Messgeräte dienen nur der reinen Messung, während Prüfgeräte sowohl zum Messen als auch zum Abgleich mit den gespeicherten Referenzdaten dienen.

Prüfbetriebe dürfen sowohl die VdS 3602 Prüfung (Feuerschutzklausel) als auch die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel abnehmen. Das heißt, für die Prüfung nach der Feuerschutzklausel muss der Prüfbetrieb über einen unabhängigen, von der Schadenverhütung GmbH zertifizierten Prüfer verfügen.

Alle Prüfungen müssen durch befähigtes Elektrofachpersonal nach der DGUV Vorschrift 3 durchgeführt werden. Darunter fällt auch die Prüfung nach der VdS Feuerschutzklausel. Die Prüfer sind weder dem Unternehmen noch dem Prüfbetrieb hinsichtlich der DGUV V3 Prüfung weisungsgebunden. Finden alle Prüfungen aus einer Hand statt, spart das dem Unternehmen zusätzliche Zeit und viel Geld.

Welche Voraussetzungen sind von befähigten Personen für eine DGUV V3 Prüfung mit einem DGUV V3 Prüfprotokoll zu erfüllen?

Diese Prüfungen dürfen nur von einer ausgebildeten Elektrofachkraft mit einer mindestens einjährigen Berufspraxis in diesem Bereich durchgeführt werden. Diese Fachkraft muss darüber hinaus einen Kurs nach der DGUV Vorschrift 3 absolviert und mit der entsprechenden Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben. Befähigte Personen für eine VdS Prüfung nach der Feuerschutzklausel müssen zusätzlich einen VdS Kurs erfolgreich abgeschlossen haben. Jede befähigte Person muss in regelmäßigen Abständen diverse entsprechende Schulungen und Weiterbildungen besuchen, um auf dem aktuellsten Stand der Technik und Bestimmungen zu sein.

Ist eine Weigerung zur Durchführung der Prüfung möglich?

Aufgrund der Verpflichtung zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel, ist eine Weigerung rechtswidrig und kann eine grobe Fahrlässigkeit darstellen. Die DGUV V3 Prüfung gewährleistet die Betriebssicherheit. Sie beugt Schäden und Mängel im Vorfeld vor, sodass keine groben oder weitreichenden Unfälle geschehen können. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass die Sicherheit an den Arbeitsplätzen gewährleistet ist. Die Elektrogeräteprüfung garantiert, dass es zu keinen unbemerkten Kurzschlüssen oder Kabelbränden kommen kann. Die DGUV V3 Prüfung führt darüber hinaus zur Erhöhung der Langlebigkeit der Anlagen, Geräte und Maschinen. Das bringt eine enorme Kostenersparnis. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel sorgt dafür, dass kostenintensive Betriebsstillstände vermieden werden.

Wenn das DGUV V3 Prüfprotokoll fehlt – Wie sehen die Konsequenzen aus?

Eine Weigerung sowie das Ignorieren der Aufforderung zur Mängelbehebung ist nicht sehr ratsam. Wer den E-Check bewusst unterbindet, macht sich gleich mehrfach strafbar. Die Konsequenzen nach der DGUV V3, des Arbeitsschutzgesetzes sowie nach der BetrSichV sind erheblich. Ganz besonders schlimm wird es, wenn es Verletzte oder gar Tote gegeben hat (§ 25 Abs. 1 BetrSichV, § 26 Nr. 2 ArbSchG).

Wer solche Handlungen mehrmals wiederholt und somit das Leben, die Gesundheit, sowie fremde Sachen von bedeutendem Wert anderer gefährdet, ist nach § 40 des Produktsicherheitsgesetzes strafbar und zur Verantwortung zu ziehen. Diese Gesetze schützen somit nicht nur Anlagen, Maschinen und Geräte, sondern hauptsächlich das Leben und die Gesundheit von Menschen. Das betrifft natürlich alle, die sich im Unternehmen aufhalten, auch Kunden, Botenfahrer, Fremdpersonal, etc. Die Betriebssicherheit gilt für alle im Betrieb anwesenden Personen.

Wann muss eine Prüfung nach der DGUV V3 mit Prüfprotokoll vorgenommen werden?

Die DGUV Prüfung muss generell vor der ersten Inbetriebnahme durchgeführt werden. Der Prüfbericht des Herstellers kann als Grundlage herangezogen werden. Die Hersteller sind dazu verpflichtet, alle ihre Produkte vor dem Verlassen des Betriebes einer Prüfung zu unterziehen. Ist das nicht der Fall, muss das Betriebsmittel eine VDE Prüfung beim Käufer vor der ersten Inbetriebnahme durchlaufen. Die Grundlage für jede weitere Prüfung stellt die sogenannte Gefährdungsbeurteilung dar. Diese berücksichtigt darüber hinaus die Umgebungsumstände und -einflüsse.

Die Elektrogeräteprüfung für normale Büros ist alle zwei Jahre vorgesehen. Der E-Check für Werkstätten, Produktionsstätten, etc. muss jedes Jahre stattfinden. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel für Baustellen hat alle drei bis sechs Monate stattzufinden. Hier herrscht ein weitaus höheres Gefährdungspotential vor. Geschehen trotzdem Unfälle nach der DGUV Vorschrift 3, muss das Prüfungsintervall verkürzt werden. Für den Fall, dass Mängel gar nicht oder nur mangelhaft behoben werden, sind die Prüfabstände nach der DGUV Vorschrift 3 ebenfalls zu verkürzen.

DGUV V3 Prüfprotokoll Messgerät

Wer ist im Falle eines Unfalls verantwortlich?

Das ist letztendlich immer der Unternehmer oder Betreiber. Er muss dafür sorgen, dass alle Normen, Vorschriften, Gesetze, etc. berücksichtigt werden und er darüber hinaus seinen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachkommt. Rechtlich entbindet die Abtretung dieser Verantwortung an einen Prüfbetrieb den Unternehmer bzw. Betreiber nicht von seiner Verpflichtung oder Verantwortung. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass der Prüfservice zur VDE Prüfung bzw. DGUV Prüfung autorisiert ist. Er muss sich zudem vergewissern, dass der Prüfbetrieb der ihm auferlegten Verpflichtung ordnungsgemäß nachkommt.

Kann die Prüfung verschoben werden?

Die Prüfung nach der DGUV V3 kann natürlich einige Tage verschoben werden. Das muss aus wichtigen Gründen geschehen, darf sich aber nicht über Wochen oder Monate erstrecken. Im Krankheitsfall, sei es seitens des Unternehmers oder des Prüfers, ist eine befähigte und qualifizierte Ersatzkraft zu benennen. Das ist besonders dann der Fall, wenn größere Anlagen nach der DGUV Vorschrift 3 überprüft werden sollen und eine Führungskraft des Betriebes anwesend zu sein hat.

Der Ablauf der Prüfung

Die einzelnen vorgegebenen Schritte müssen genau eingehalten werden:

  • Sichtkontrolle
  • Funktionskontrolle
  • Messung
  • Dokumentation.

Die visuelle Prüfung des elektrischen Betriebsmittels sorgt dafür, dass es nicht schon durch mangelnde Isolierung oder Dellen zu Betriebsausfällen kommt. Danach erfolgt der Probebetrieb, um zu sehen, ob das Betriebsmittel überhaupt funktionstüchtig ist. Die anschließende Messung diverser Spannungen, Widerstände, Sicherheitsströme, etc. sorgt dafür, dass es zu keiner Überhitzung oder Ähnlichem kommt. Begleitend dazu werden alle Mängel, Werte, Fristen, Abweichungen, Maßnahmen etc. genau festgehalten. Abschließend wird die Prüfplakette auf den Betriebsmitteln angebracht.

Welche Vorteile bringt das Protokoll?

Das Protokoll kann zwar als Beweismittel gegen den Unternehmer bzw. Betreiber eingesetzt werden, kann aber auch genauso gut zu seinen Gunsten dienen. Ist dieser seinen Verpflichtungen immer nachgekommen, untermauert der Prüfbericht seine Unschuld und entlastet ihn vor Gericht. Darüber hinaus dient es als Dokumentation für die Versicherung. Dadurch vermindern die meisten Versicherungsgesellschaften ihre Prämien. Die Prüfintervalle werden danach ebenfalls reduziert, da ja stichhaltig anhand des Protokolls bewiesen werden kann, dass alles in Ordnung ist und nicht so oft geprüft werden muss. Darüber hinaus zeigt der Prüfbericht, wer geprüft hat, sodass diese Person im Schadensfall zur Verantwortung gezogen werden kann.

Fazit

Neben den bereits erwähnten Vorteilen spart sich der Unternehmer hohe Ausfallskosten durch Unfälle, teure Reparaturen und lange Wartungszeiten. Die Langlebigkeit der Betriebsmittel wird erhöht, sodass weniger Neuanschaffungen notwendig sind.

Elektroprüfung nach DGUV V3

Aufgrund der zahlreichen Unfälle mit Elektrogeräten, Maschinen und Anlagen wurde die wiederkehrende Elektroprüfung für alle gewerblichen Anwendungen verpflichtend. Das haben der Gesetzgeber, die deutschen Berufsgenossenschaften sowie die deutschen Unfallversicherungsgesellschaften einstimmig beschlossen. Darüber hinaus wurden die bereits bestehenden Regelwerke verbessert. Dazu zählen Normen, Verordnungen, Vorschriften, Richtlinien sowie Gesetze. Die Dachverbände haben ihren Namen geändert und so wurde darüber hinaus aus der Vorschrift BGV A3 die DGUV V3.

Die maßgeblichen Regelwerke

Die Regelwerke decken alle relevanten Bereiche und Aspekte der Prüfung ab. Dazu gehören die Technik, das Recht sowie die Sicherheitstechnik. Geprüft wird basierend auf

  • der DGUV V3 sowie V4 – die Prüfung ortsfester elektrischer Betriebsmittel sowie ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
  • der VdS 3602 (Feuerschutzklausel der VdS Schadenverhütung GmbH)
  • dem ArbSchG (Arbeitsschutzgesetz)
  • den VDE (Normen des Verbands der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker)
  • den TRBS 1203 (technische Regeln für Betriebssicherheit) sowie
  • der BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung).

Die DGUV Vorschrift 3 stellt die Basisgrundlage für die wiederkehrenden Prüfungen nach der DGUV V3 dar. Der VDE ist der deutsche Verband der Elektrotechniker, Elektroniker und Informationstechniker. Die VdS Schadenverhütung GmbH ist hauptsächlich für den Brandschutz verantwortlich. Daher wird diese Prüfungsklausel auch Feuerschutzklausel genannt.

Wie läuft die Prüfung ab?

Die Prüfung läuft nach nachstehendem Schema ab. Die einzelnen Schritte müssen genau der Reihe nach befolgt werden:

  • Sichtkontrolle
  • Funktionskontrolle
  • Messung
  • Dokumentation.

Die visuelle Prüfung garantiert, dass es aufgrund von Dellen oder mangelnder Isolierung zu Unfällen kommt. Der Probelauf gewährleistet, dass das elektrische Betriebsmittel auch funktionstüchtig und sicher ist. Danach erfolgt die Messung unterschiedlicher Sicherheitsströme, Spannungen, Widerstände, etc. Überhitzungen sind oft der Grund für Kabelbrände. Während dieser Phase der Prüfung werden alle Maßnahmen, Mängel, Fristen, Werte, Abweichungen, etc. genau dokumentiert. Den Abschluss bildet die Unterschrift des Prüfers sowie das Anbringen der Prüfplakette am jeweiligen Betriebsmittel.

Elektroprüfung Geräte

Wie und von wem wird die Elektrorüfung vorgenommen?

Sowohl Prüfbetriebe als auch befähigte Personen des zu prüfenden Unternehmens sind berechtigt, die Prüfung durchzuführen. Beim Prüfbetrieb muss es sich entweder um einen zertifizierten Elektrofachbetrieb oder um einen reinen zertifizierten Prüfbetrieb handeln. Der Fachbetrieb führt neben der Prüftätigkeit nach der DGUV Vorschrift 3 noch andere Elektroarbeiten durch. Der Prüfbetrieb nimmt nur Prüfungen, wie die DGUV V3 Prüfung, vor.

Alle Prüfbetriebe müssen dafür Sorge tragen, dass das nach der DGUV V3 befähigte Personal in regelmäßigen Abständen entsprechende Weiterbildungen absolviert. Für die Prüfung müssen natürlich auch die dafür zugelassenen Mess- und Prüfgeräte verwendet werden. Diese müssen nach der DGUV Vorschrift 3 zertifiziert und kalibriert sein. Der Unterschied besteht darin, dass Messgeräte rein zur Messung dienen, während Prüfgeräte zum Messen und Vergleichen mit den Referenzwerten ausgelegt sind.

Ein Prüfbetrieb ist dazu ermächtigt, sowohl die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel als auch die VdS 3602 Prüfung (Feuerschutzklausel) durchzuführen. Nur wer bei der Schadenverhütung GmbH die Prüfung nach der VdS 3602 (Feuerschutzklausel) erfolgreich bestanden hat, darf auch Betriebe nach der Feuerschutzklausel prüfen. Dabei handelt es sich um einen unabhängigen Prüfer.

Aber auch alle anderen Prüfungen dürfen nur durch befähigtes, zertifiziertes Elektrofachpersonal nach der DGUV Vorschrift 3 abgenommen werden. Das betrifft natürlich auch die VdS Feuerschutzklausel. Die Prüfer sind weder dem Prüfbetrieb, hinsichtlich der DGUV V3 Prüfung, noch dem zu prüfenden Betrieb weisungsgebunden. Lässt ein Unternehmen alle Prüfungen aus einer Hand durchführen, werden sehr viel Zeit und hohe Kosten gespart.

Welche Voraussetzungen muss eine befähigte Person zur Durchführung der DGUV V3 Elektroprüfung mitbringen?

Nur ausgebildete Elektrofachkräfte, die zumindest über eine dementsprechende einjährige Berufspraxis verfügen, sind ermächtigt, diese Prüfungen abzunehmen. Darüber hinaus hat diese Fachkraft einen DGUV Vorschrift 3 Kurs erfolgreich absolviert und abgeschlossen. Dieser endet mit der Elektroprüfung und einem Diplom, das einer Zertifizierung gleichkommt. Befähigte Personen, die eine VdS Prüfung nach der Feuerschutzklausel durchführen, haben einen entsprechenden Kurs bei der VdS erfolgreich absolviert. Egal, um welche Prüfung es geht, jede befähigte Person hat regelmäßige Weiterbildungen und Schulungen im entsprechenden Bereich zu absolvieren, um auf dem letzten Stand zu bleiben. Darüber muss jederzeit ein Nachweis erbracht werden können.

Was geschieht im Falle einer Weigerung?

Eine Weigerung ist rechtswidrig, weil die gesetzliche Verpflichtung zur Prüfung elektrischer Betriebsmittel besteht. Diese kann als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden. Die DGUV V3 Prüfung garantiert die Sicherheit im Betrieb. Dadurch wird möglichen Schäden schon im Vorfeld vorgebeugt, sodass es zu keinen schweren Unfällen kommen kann. Darüber hinaus wird natürlich auch für die Sicherheit der Arbeitsplätze gesorgt. Die Elektrogeräteprüfung stellt sicher, dass keine Kabelbrände oder Kurzschlüsse unbemerkt entstehen können. Die DGUV V3 Prüfung erhöht die Langlebigkeit der Maschinen, Geräte und Anlagen und bringt eine hohe Kostenersparnis mit sich. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel vermeidet kostenintensive Betriebsstillstände.

Was wären in diesem Fall die Konsequenzen?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einer Weigerung sowie einem Ignorieren der Aufforderung zur Mängelbeseitigung um eine Rechtswidrigkeit. Wer den E-Check bewusst verhindert, ist mehrfach strafbar. Die Konsequenzen nach der BetrSichV, der DGUV V3 sowie des Arbeitsschutzgesetzes sind beträchtlich. Kommt es zu Verletzten oder Toten (§ 25 Abs. 1 BetrSichV, § 26 Nr. 2 ArbSchG) kann es neben hohen Geldstrafen und der Betriebsschließung auch zu Freiheitsstrafen kommen.

Das Produktsicherheitsgesetz kommt im gewerblichen Bereich zum Tragen. Hierbei muss ebenfalls die Sicherheit gewährleistet sein (§ 40 des Produktsicherheitsgesetzes). Wird dieses verletzt, kommt dies einer strafbaren Handlung gleich. Der Verantwortliche wird natürlich schwerwiegende Konsequenzen zu erwarten haben. Diese Gesetze und Vorschriften gewährleisten den Schutz sowohl von Menschen als auch von Betriebsmitteln. Damit sind alle Personen gemeint, die sich im Unternehmen aufhalten, wie zum Beispiel Kunden, Botenfahrer, Fremdpersonal, etc.

Wann ist eine Elektroprüfung vorzunehmen?

Die DGUV Prüfung ist vor der ersten Inbetriebnahme durchzuführen. Die Hersteller sind verpflichtet, jedes Betriebsmittel vor Verlassen der Betriebsstätte zu prüfen und darüber einen Prüfbericht anzufertigen. Dieser kann als Basis herangezogen werden und ist oft Teil des Kaufvertrages. Liegt dieser nicht vor, muss das neue Betriebsmittel einer VDE Prüfung im Betrieb des Käufers vor der ersten Inbetriebnahme unterzogen werden. Die Gefährdungsbeurteilung stellt die Grundlage für jede weitere Prüfung dar. Diese Beurteilung beinhaltet auch die Umgebungseinflüsse und -umstände.

Büros unterliegen weniger Risiken. Deshalb erfolgt die Elektrogeräteprüfung für normale Büros alle zwei Jahre. Produktionsstätten und Werkstätten unterliegen einem weitaus höheren Gefahrenbereich. Der E-Check für diese gewerblichen Bereiche muss folglich jedes Jahr stattfinden. Elektrische Betriebsmittel auf Baustellen unterliegen häufigem Transport und ständigem Gebrauch. Daher hat die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel für Baustellen alle drei bis sechs Monate stattzufinden, da das Gefährdungspotential enorm ist. Geschehen trotz der regelmäßigen Elektroprüfung nach der DGUV Vorschrift 3 Unfälle, haben die Prüfungsintervalle verkürzt zu werden. Aber auch für den Fall, dass die Beanstandungen gar nicht oder nur mangelhaft behoben werden, müssen die Intervalle nach der DGUV Vorschrift 3 in kürzeren Abständen erfolgen.

Elektroprüfung defekt

Wer trägt die Verantwortung?

Diese trifft letztendlich immer den Betreiber oder Unternehmer. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass alle relevanten Regelwerke, wie zum Beispiel Gesetze, Normen, Vorschriften, etc. eingehalten werden. Darüber hinaus hat er seinen Verpflichtungen fristgerecht und ordnungsgemäß nachzukommen. Im Falle, dass er seine Verpflichtung an einen Prüfbetrieb abtritt, befreit ihn noch lange nicht von seiner Verantwortung. Der Unternehmer hat sich zu vergewissern, dass der Prüfbetrieb zur DGUV Prüfung bzw. VDE Prüfung berechtigt ist. Darüber hinaus hat er zu überprüfen, ob der Prüfservice die ihm übertragenen Aufgabe ordnungsgemäß erledigt hat.

Ist es möglich, die Elektroprüfung aufzuschieben?

Ein paar Tage kann die Prüfung nach der DGUV V3 verschoben werden. Die Gründe dafür müssen nachvollziehbar und wesentlich sein. Im Krankheitsfall, egal, ob seitens des Prüfers oder Unternehmers, ist eine qualifizierte und befähigte Vertretung zu entsenden. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Die Prüfung nach der DGUV Vorschrift 3 umfangreicher und weitreichender ist und eine Führungskraft anwesend sein muss.

Wozu dient ein DGUV V3 Prüfprotokoll?

Die DGUV V3 Prüfung muss entsprechend festgehalten werden. Ein gerichtssicheres Prüfprotokoll stellt dies sicher. Das besagt, dass das Protokoll vor Gericht als Beweismittel gilt und vor Gericht Stand zu halten hat. Das beinhaltet aber auch, dass der Prüfer eine große Verantwortung zu tragen hat. Stimmen seine Angaben nicht, macht er sich strafbar. Das Protokoll hat Folgendes zu enthalten:

  • das Datum der momentanen Prüfung,
  • die Gerätebeschreibung und Bestandsnummer,
  • eventuelle gefundene Mängel, Schäden
  • Vorschläge und Fristen zur Behebung,
  • absichtliche Behinderungen während des Betriebs und der Elektroprüfung,
  • alle erhaltenen Messwerte sowie
  • das Datum der nächsten DGUV V3 Prüfung.

Zum Abschluss hat der Prüfer das Protokoll zu unterfertigen und die Prüfplakette am geprüften Betriebsmittel anzubringen.

Welche Vorteile ergeben sich durch das Protokoll bei der Elektroprüfung?

Er kann damit jederzeit stichhaltig beweisen, dass die Prüfungen fristgerecht und ordnungsgemäß durchgeführt wurden. Darüber hinaus gibt der Prüfbericht Auskunft über Mängelbehebungen und die Einhaltung der diesbezüglichen Fristen. Basierend darauf erhöhen oder reduzieren die meisten Versicherungsgesellschaften ihre Prämienzahlungen. Die Prüfabstände können auf der Grundlage des Protokolls verringert werden.

DGUV Vorschrift 3 Beratungen

DGUV Vorschrift 3

Was bedeutet die Bezeichnung DGUV Vorschrift 3?

Zuerst waren diese Vorschriften unter dem Kürzel BGV im Umlauf, kurz gesagt, die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften sind die von ihnen erlassenen Unfallverhütungsvorschriften. 2014 wurde die BGV, die Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften umbenannt und unter dem Namen Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, DGUV Vorschriften 1-84 zusammengefasst. Die DGUV-Vorschriften stellen somit das sogenannte autonome Recht aller Berufsgenossenschaften dar. Damit sind diese Vorschriften für alle Mitglieder der Berufsgenossenschaften stets verbindlich. Über spezielle Unfallverhütungsvorschriften und die DGUV Vorschrift 3 wird die Langguth Consulting beratend Aufschluss geben können.

dguv vorschrift 3 prüfplakette

Beratung über das Thema DGUV Vorschrift 3

In Deutschland wird vieles über Gesetze und Verordnungen geregelt. Dazu gehört die DGUV Vorschrift 3. Sie ist mittlerweile ein fester Bestandteil in den Sicherheitskonzepten der meisten Firmen. Inhaltlich befasst sich die DGUV Vorschrift 3 mit der Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel. Die DGUV Vorschrift 3 umfasst verschiedene Durchführungsanweisungen und spezielle Unfallverhütungsvorschriften. Die Durchführungsanweisungen der DGUV Vorschrift 3 erklären, welche standardisierten Schutzvorgaben eingehalten werden sollen, um die DGUV V3 Prüfung erfolgreich abzuschließen. Außerdem sind in den Durchführungsanweisungen der DGUV Vorschrift 3 auch Erläuterungen zu den verbindlichen Unfallverhütungsvorschriften eingebunden. Die DGUV Vorschriften 3 befassen sich mit dem Schutz vor Gefahren, die durch den elektrischen Strom entstehen können. Neben wichtigen organisatorischen Vorschriften werden auch die Prüfungen von ortsfesten und ortsveränderlichen Anlagen und Geräten geregelt. In Gebäuden, die von Behörden, Kitas, Schulen oder von anderen öffentlichen Einrichtungen benutzt werden, wird anstelle der DGUV Vorschrift 3 die DGUV Vorschrift 4 angewendet.

Was sind elektrische Betriebsmittel im Sinne der DGUV Vorschrift 3?

Die Langguth Consulting kann durch eine umfassende Beratung darüber informieren, was elektrische Betriebsmittel überhaupt sind. Wie sollte eine DGUV V3 Prüfung durchgeführt werden und welche Dinge sind sonst noch zu beachten? Wenn man die DGUV Vorschrift 3 genau nehmen möchte, dann sind elektrische Betriebsmittel im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift sämtliche Gegenstände, die ganz oder auch teilweise dem Anwenden elektrischer Energie dienen sollen. Dazu zählt man unter anderem Gegenstände und Geräte zum Erzeugen, zum Fortleiten und Verteilen, Speichern und Verbrauchen elektrischer Energie. Zu den elektrischen Betriebsmitteln gehören aber auch Gegenstände der Fernmelde- und Informationstechnik, die ebenfalls elektrische Energie benötigen, um Informationen zu Übertragen und zum Verarbeiten. Die DGUV Vorschrift 3 und die DGUV V3 Prüfung sind also bindend für nicht nur für große Geräte, sondern selbst für den Toaster, die Kaffeemaschine oder die Handbohrmaschine ist eine DGUV V3 Prüfung vorgesehen, im Prinzip müssen alle Geräte geprüft werden, die einen Stecker besitzen. So bringt man die Forderung der DGUV Vorschrift 3 unter einen Hut. Manche Unternehmen empfehlen eine Gefährdungsbeurteilung für die elektrischen Betriebsmittel über eine PC-Anwendung. Die Fragen zu konkreten Umgebungsbedingungen und Gefährdungen, sowie Fragen über eine exakte Anlagen- und Ortskenntnis können auch in bereits vorbereiteten Formularen beantwortet werden. Die automatisierte Auswertung zeigt dann eine fundierte Gefährdungsbeurteilung und bestimmt die Festlegung der zukünftigen Prüffristen.

dguv vorschrift 3 prüfer

Was prüft man mit Hilfe der DGUV Vorschrift 3?

Einer DGUV V3 Prüfung werden alle elektrischen Maschinen, Anlagen und die dazugehörigen Betriebsmittel unterzogen, die man gewerblich nutzt. Dabei ist es ohne Belang, ob es sich um ortsfeste oder auch ortsveränderliche Betriebsmittel, Maschinen oder Anlagen handelt. Unter ortsfesten Anlagen versteht man fest in Gebäuden montierte Anlagen, die nicht abgebaut werden können. Dagegen sind ortsveränderliche Anlagen transportabel und mobil und sind deshalb an unterschiedlichen Orten einsetzbar.

Wie erfolgt eine DGUV V3 Prüfung?

Die Betriebsmittel werden immer einer Einzelprüfung unterzogen, die in drei Schritten vollzogen wird. Diese Schritte werden in den DIN VDE-Bestimmungen festgehalten und protokolliert. Diese Schritte sind Besichtigen, Erproben und Messen. Bei den einzelnen Schritte werden bestimmte Handlungen durchgeführt. Unter dem Punkt
– Besichtigen
wird eine Sichtprüfung der einzelnen Betriebsmittel durchgeführt, wobei besonderes Augenmerk auf eventuelle Beschädigungen gelegt wird. Auch ein Kabelbruch oder die unsachgemäße Verwendung der Betriebsmittel werden unter diesem Schritt festgehalten. Bei dem Schritt
– Erproben
werden Funktionsproben der einzelnen Betriebsmittel vorgenommen und deren Ablauf wird ebenfalls protokolliert.
– Messen
Bei diesem Schritt werden die vorgeschriebenen Messungen durchgeführt. Durch die Verwendung kalibrierter Messgeräte können zuverlässige und ganz korrekte Messwerte erzielt und vorgelegt werden. Beidem Check werden auch folgende Messungen durchgeführt:
– Schutzleiterwiderstand
– Schutzleiterstrom
– Berührungsstrom
– Isolationswiderstand und
– Ersatzableitstrom (alternativ)
Außerdem schreibt die DGUV Vorschrift 3 vor, welche Regeln für die Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel relevant sind und die auch der DGUV V3 Prüfung gerecht werden.

Wer darf die DGUV V3 Prüfung durchführen?

Die DGUV V3 Prüfung darf laut Gesetzgeber nur von spezialisierten Personal durchgeführt werden. Dazu gehören einmal die sogenannten befähigten Personen und zum anderen das Elektrofachpersonal. Während Elektrofachkräfte die Ausbildung besitzen, müssen befähigte Leute über eine Berufsausbildung verfügen oder zumindest einen entsprechenden Kurs absolviert haben, der sie dazu befähigt, die DGUV V3 Prüfung durchzuführen. Zusätzlich müssen die beiden Personengruppen eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr besitzen und sie müssen sich mit der DGUV Vorschrift 3 auskennen und den dazugehörigen Messgeräten, um den E-Check ordnungsgemäß durchzuführen. Werden geeignete Mess- und Prüfgeräte verwendet, dann dürfen elektrotechnisch eingewiesene Personen die Prüfung durchführen, aber nur unter der Aufsicht einer EFK

Welche Fristen sind für die DGUV Vorschrift 3 Prüfung ortsveränderlicher Elektrogeräte vorgesehen?

Ortsveränderliche Elektrogeräte werden vor der ersten Inbetriebnahme, nach einer Änderung bzw. einer Reparatur oder einer umfangreichen Instandsetzung geprüft. Die Prüffristen werden nach einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt, wobei man als Richtwert eine Frist von 6 Monaten einhalten sollte. Maximale Richtwerte nach der DGUV Vorschrift 3 sind:
– 1 Jahr in Werkstätten, in Fertigungsstätten oder auf Baustellen
– 2 Jahre in Büros oder ähnlichen Einrichtungen mit gleichen Bedingungen
Nach der Gefährdungsbeurteilung können auch andere Fristen festgelegt werden, aber der Unternehmer muss dafür sorgen, dass die Anlagen und Betriebsmittel nach Vorschrift geprüft werden, damit ihr ordnungsgemäßer Zustand beglaubigt wird. Sollte in einem Schadensfall nachgewiesen werden, dass er auf eine fehlende Überprüfung zurückzuführen ist, muss der Unternehmer mit Konsequenzen rechnen, die teilweise gravierend sein können. Alle durchgeführten Prüfungen müssen detailliert und nachvollziehbar protokolliert und dokumentiert werden. Sicherheitshalber sollte bei der Prüfung eine Barcode-Kennzeichnung der Betriebsmittel verwendet werden, denn durch diese unverwechselbare Kennzeichnung können sich Kosten und Aufwand schon bei der 2. Prüfung relativieren.

Wer ist für die DGUV Vorschrift 3 Prüfung verantwortlich?

Für sämtliche Prüfungen und Reparaturen sind immer die Betreiber verantwortlich. Sie sind für die Einhaltung sämtlicher gesetzlicher Vorgaben verantwortlich, aber auch für die Schäden, die durch Unterlassung entstehen. Damit sind sie auch für Planung und Durchführung der DGUV V3 Prüfung verantwortlich. Wird diese DGUV V3 Prüfung nicht korrekt durchgeführt, dann ist der Unternehmer für alle auftretenden Schäden voll haftbar. Bußgelder können fällig werden oder die Versicherungen können bei einem Unfall die Zahlung ganz oder auch teilweise verweigern. Das wäre der Fall wenn festgestellt wird, dass bei den Anlagen oder Betriebsmitteln keine oder eine unvollständige DGUV V3 Prüfung durchgeführt wurde.