Due Diligence Checkliste: So bestehen Sie die Prüfung beim Firmenverkauf
Die Due Diligence (Sorgfaltsprüfung) ist der Moment der Wahrheit im M&A-Prozess. Wirtschaftsprüfer und Anwälte des Käufers durchleuchten Ihr Unternehmen auf versteckte Risiken, um den Kaufpreis im letzten Moment zu drücken. Wir strukturieren Ihren Datenraum proaktiv und entschärfen rechtliche sowie finanzielle Deal Breaker, bevor der Käufer sie findet.
Financial Due Diligence
Absicherung Ihres EBITDA und Abwehr von Working-Capital-Tricks des Käufers.
Legal Due Diligence
Prüfung von Arbeitsverträgen, Change-of-Control Klauseln und Haftungsrisiken.
Strukturierter Datenraum
Bereitstellung eines hochsicheren Virtual Data Rooms (VDR) für absolute Diskretion.
Pre-Due Diligence (Vendor DD)
Wir simulieren die Käuferprüfung im Vorfeld, um Schwachstellen frühzeitig zu beheben.
Due Diligence
Risiko-Scanner
Testen Sie, wie hoch das Risiko ist, dass Käufer in Ihrer aktuellen Struktur erhebliche Preisabschläge fordern.
Was bedeutet Due Diligence beim Firmenverkauf?
Die Due Diligence (auf Deutsch: "gebotene Sorgfalt") ist die intensivste und nervenaufreibendste Phase jedes Unternehmensverkaufs. Nachdem der Letter of Intent (LOI) unterzeichnet wurde, erhält der potenzielle Käufer exklusiven Zugang zu allen sensiblen Unternehmensdaten. Ein Heer aus Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern durchleuchtet in dieser Zeit jede Rechnung, jeden Arbeitsvertrag und jede E-Mail der letzten Jahre.
Das Ziel der Käuferseite ist zweigeteilt. Einerseits möchte der Investor sicherstellen, dass er nicht "die Katze im Sack" kauft und keine versteckten Insolvenzrisiken übernimmt. Andererseits nutzen erfahrene Käufer (insbesondere Private Equity Fonds) die Due Diligence gezielt als Verhandlungswaffe. Jeder gefundene Fehler und jede unklare Vertragsklausel wird als Risiko deklariert, um den zuvor im LOI vereinbarten Kaufpreis nachträglich nach unten zu verhandeln. Langguth Consulting baut hier einen professionellen Schutzwall um Ihr Unternehmen auf.
Die wichtigsten Prüfungsbereiche (Checkliste)
Eine vollumfängliche Prüfung im Mittelstand gliedert sich in der Regel in vier streng voneinander getrennte Fachbereiche, die parallel von den Beratern des Käufers analysiert werden.
- Financial Due Diligence (FDD): Das Herzstück der Prüfung. Die Wirtschaftsprüfer analysieren die historische Ertragskraft (EBITDA), bereinigen Sondereffekte und durchleuchten das Working Capital (Umlaufvermögen). Ziel ist es zu prüfen, ob die in der Vergangenheit erzielten Gewinne auch in Zukunft nachhaltig erwirtschaftet werden können.
- Legal Due Diligence (LDD): Die juristische Prüfung. Hier stehen Gesellschaftsverträge, Geschäftsführeranstellungsverträge, Patente, Mietverträge und besonders die "Change of Control"-Klauseln in Kundenverträgen im Fokus. Letztere berechtigen Kunden oft zur Sonderkündigung, wenn sich der Inhaber der Firma ändert.
- Tax Due Diligence (TDD): Steuerprüfer suchen nach Rückstellungen für drohende Betriebsprüfungen, unzulässigen Gewinnausschüttungen oder fehlerhaften Verrechnungspreisen innerhalb verbundener Unternehmen.
- Commercial & IT Due Diligence: Hier wird die Marktpositionierung, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden (Klumpenrisiko) und der Zustand der IT-Infrastruktur (Cybersicherheit, Software-Lizenzen) bewertet.
Tool 1: Datenraum Zeit-Simulator
Die Befüllung des virtuellen Datenraums (Virtual Data Room) verschlingt hunderte Arbeitsstunden. Berechnen Sie, wie viel Vorlaufzeit Sie einplanen müssen.
Wie bereitet man sich optimal vor? (Vendor Due Diligence)
Der schlimmste Fehler, den ein Unternehmer machen kann, ist es, die Daten erst dann zusammenzusuchen, wenn der Käufer danach fragt. Das führt zu massiven Verzögerungen, lässt den Verkäufer unprofessionell wirken und sät Misstrauen beim Investor.
Die Lösung ist eine strategische Vorbereitung, oft in Form einer sogenannten Vendor Due Diligence (Pre-DD). Bevor das Unternehmen überhaupt an den Markt geht, prüfen wir gemeinsam mit unseren Partnern Ihr Unternehmen mit den strengen Augen eines potenziellen Käufers. Wir identifizieren ungültige Klauseln in Arbeitsverträgen, klären steuerliche Grauzonen und strukturieren den virtuellen Datenraum (VDR) logisch und manipulationssicher. Wenn der Käufer dann mit seiner Prüfung beginnt, präsentieren wir ihm ein makelloses, perfekt aufbereitetes Unternehmen.
Die rote Linie: Schutz des eigenen Know-hows
Die Due Diligence birgt ein massives Risiko: Sie gewähren externen Parteien (oft direkten Wettbewerbern, die als strategische Käufer auftreten) tiefe Einblicke in Ihre Betriebsgeheimnisse, Margen und Kundenlisten. Was passiert, wenn der Deal in letzter Minute platzt?
Langguth Consulting steuert den Informationsfluss durch ein striktes "Phasen-Modell". In der ersten Phase erhält der Käufer nur aggregierte, anonymisierte Daten. Erst wenn die Verhandlungen weit fortgeschritten sind und harte vertragliche Pönalen (Vertragsstrafen) bei Missbrauch greifen, werden echte Kundennamen und sensible Patente im Datenraum freigeschaltet (Black-Boxing). So schützen wir Ihr Lebenswerk vor Wirtschaftsspionage unter dem Deckmantel von M&A.