Elf Milliarden US-Dollar – so viel sparen Unternehmen weltweit jährlich durch den Einsatz von Chatbots. Diese beeindruckende Zahl aus der Juniper Research Studie zeigt, warum immer mehr Unternehmen in diese Technologie investieren. Doch bevor Sie sich für eine Chatbot-Lösung entscheiden, steht eine entscheidende Frage im Raum: Was kostet ein Chatbot eigentlich? Die Antwort ist komplexer als ein simpler Preis, denn die Kosten hängen von zahlreichen Faktoren ab – von der gewählten Technologie über den Funktionsumfang bis hin zum Implementierungsaufwand. In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir Ihnen alle relevanten Kostenfaktoren, vergleichen Preismodelle führender Anbieter und helfen Ihnen, die wirtschaftlichste Lösung für Ihr Unternehmen zu finden.
Inhaltsverzeichnis
ToggleDie wichtigsten Kostenfaktoren bei Chatbots
Die Gesamtkosten eines Chatbot-Projekts setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen, die weit über die monatliche Softwarelizenz hinausgehen. Bevor Sie ein Budget festlegen, sollten Sie alle relevanten Kostentreiber verstehen und realistisch kalkulieren. Nur so vermeiden Sie böse Überraschungen und können den tatsächlichen Return on Investment Ihrer Chatbot-Investition berechnen.
Technologie und Komplexitätsstufe
Der wichtigste Kostenfaktor ist die technologische Grundlage Ihres Chatbots. Regelbasierte Chatbots, die auf vordefinierten Entscheidungsbäumen arbeiten, sind deutlich günstiger als KI-gestützte Systeme mit Natural Language Processing. Einfache FAQ-Bots ohne künstliche Intelligenz gibt es bereits ab 10 Euro monatlich, während komplexe KI-Chatbots mit GPT-Integration fünfstellige Jahresbudgets erfordern können. Die Wahl der richtigen Technologie sollte sich dabei immer an Ihren konkreten Anforderungen orientieren.
Ein regelbasierter Chatbot eignet sich hervorragend für standardisierte Prozesse wie Öffnungszeiten-Anfragen oder einfache Produktinformationen. Sobald Sie jedoch freie Texteingaben verstehen, komplexe Dialoge führen oder personalisierte Empfehlungen geben möchten, benötigen Sie KI-Technologie. Die höheren Kosten rechtfertigen sich durch eine deutlich höhere Automatisierungsquote und bessere Kundenzufriedenheit. Laut Userlike können KI-Chatbots bis zu 80 Prozent der wiederkehrenden Anfragen selbstständig lösen.
Die Komplexität steigt weiter, wenn Ihr Chatbot in bestehende Systeme integriert werden soll. Schnittstellen zu CRM-Systemen, ERP-Software oder Drittsystemen wie Kalender-Tools erhöhen den Entwicklungsaufwand erheblich. Jede zusätzliche Integration bedeutet Anpassungsarbeit, Tests und laufende Wartung. Planen Sie für jede komplexe Systemanbindung zusätzliche Kosten von mehreren tausend Euro ein.
Entwicklung versus SaaS-Plattform
Die Frage „Make or Buy“ ist eine fundamentale strategische Entscheidung mit enormen Kostenauswirkungen. Eine Eigenentwicklung durch eine spezialisierte Agentur beginnt bei etwa 15.000 Euro für einfache Lösungen und kann bei komplexen Enterprise-Chatbots schnell 150.000 Euro oder mehr erreichen. Hinzu kommen laufende Wartungsverträge, die typischerweise 15 bis 20 Prozent der ursprünglichen Entwicklungskosten betragen.
Software-as-a-Service (SaaS) Plattformen bieten eine kostengünstigere und schnellere Alternative. Hier entfallen hohe Einmalinvestitionen zugunsten planbarer monatlicher oder jährlicher Gebühren. Die Preise reichen von 50 Euro für Basisversionen bis zu mehreren tausend Euro für Enterprise-Lösungen mit unbegrenzten Funktionen. Der große Vorteil: Sie profitieren von kontinuierlichen Updates, technischem Support und können sofort starten, ohne Monate auf die Entwicklung zu warten.
Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist der SaaS-Ansatz die wirtschaftlichste Wahl. Er minimiert das Projektrisiko, verlagert die technische Komplexität zum Anbieter und ermöglicht einen schnellen Start. Eigenentwicklungen lohnen sich primär für Konzerne mit sehr spezifischen Anforderungen, die keine Standardlösung abbilden kann. Bedenken Sie auch: Bei SaaS-Lösungen entfällt die Abhängigkeit von einzelnen Entwicklern, die das Unternehmen verlassen könnten.

Chatbot Preise im direkten Vergleich
Der Chatbot-Markt bietet eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Preismodellen und Funktionsumfängen. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Kategorien und typische Preisspannen zusammengestellt. Diese Übersicht hilft Ihnen, realistische Budgeterwartungen zu entwickeln und den passenden Anbieter für Ihre Anforderungen zu identifizieren.
Preiskategorien nach Unternehmensgröße
Für kleine Unternehmen und Startups mit begrenztem Budget eignen sich Einstiegslösungen im Bereich von 0 bis 100 Euro monatlich. Diese Bots bieten grundlegende Funktionen wie FAQ-Beantwortung, einfache Formulare und begrenzte Konversationen pro Monat. Anbieter wie Tidio, Crisp oder die kostenlosen Versionen von Freshchat ermöglichen einen risikoarmen Einstieg in die Chatbot-Technologie. Die Einschränkungen liegen meist im Konversationsvolumen und den verfügbaren Integrationen.
Mittelständische Unternehmen sollten für eine professionelle Chatbot-Lösung zwischen 200 und 1.000 Euro monatlich einplanen. In diesem Segment finden sich leistungsfähige KI-Chatbots mit GPT-Integration, Multi-Channel-Support und CRM-Anbindungen. Deutsche Anbieter wie Lime Connect (ab 200 Euro), moinAI oder OMQ (ab 150 Euro) bieten in dieser Preisklasse DSGVO-konforme Lösungen mit deutschem Hosting. Die höheren Kosten rechtfertigen sich durch bessere Automatisierungsquoten und professionellen Support.
Enterprise-Lösungen für Konzerne und große Organisationen beginnen bei 2.500 Euro monatlich und können fünfstellige Beträge erreichen. Anbieter wie Parloa, Cognigy oder BOTfriends bieten hier maßgeschneiderte Pakete mit unbegrenzten Konversationen, erweiterten Sicherheitsfeatures und dedizierten Success Managern. Die Preise werden individuell verhandelt und beinhalten oft umfangreiche Implementierungs- und Schulungsleistungen.
Vergleichstabelle führender Chatbot-Anbieter
| Anbieter | Einstiegspreis | Zielgruppe | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Tidio | ab 0 € (Free) | Kleine Unternehmen | Lyro AI, einfache Einrichtung |
| Freshchat | ab 0 € (Free) | Startups, KMU | 33+ Sprachen, Freddy AI |
| OMQ | ab 150 €/Monat | Mittelstand | ChatGPT-basiert, DE-Hosting |
| Lime Connect | ab 200 €/Monat | Mittelstand | All-in-One, GPT-4, DSGVO |
| Zendesk AI | ab 55 $/Agent | Mittelstand bis Enterprise | Ticketing-Integration |
| BOTfriends | ab 2.490 €/Monat | Enterprise | Voice + Text, Full-Service |
| Parloa | individuell | Enterprise | Unicorn-Status, Voice-optimiert |
Preismodelle verstehen
Das Abomodell mit monatlicher oder jährlicher Zahlung ist das verbreitetste Preismodell bei Chatbot-Anbietern. Sie zahlen einen festen Betrag und erhalten Zugang zu allen Funktionen Ihrer gewählten Tarifstufe. Jahresabonnements bieten typischerweise 15 bis 40 Prozent Rabatt gegenüber der monatlichen Zahlung. Der Vorteil dieses Modells ist die Planungssicherheit – Sie wissen genau, was Sie monatlich ausgeben werden.
Das nutzungsbasierte Modell berechnet Kosten nach tatsächlichem Verbrauch, etwa pro geführter Konversation oder pro verarbeiteter Nachricht. Dieses Modell eignet sich für Unternehmen mit stark schwankenden Anfragevolumina. Bei niedrigem Volumen sparen Sie Geld, bei hohem Aufkommen können die Kosten jedoch explodieren. Typische Preise liegen bei 10 Euro pro 1.000 Chats. Achten Sie darauf, ab wann Zusatzkosten entstehen und ob es Obergrenzen gibt.
Hybride Modelle kombinieren eine Grundgebühr mit nutzungsabhängigen Komponenten. Sie zahlen beispielsweise 500 Euro monatlich für bis zu 10.000 Konversationen, darüber hinaus fallen zusätzliche Kosten an. Dieses Modell bietet Planungssicherheit bei gleichzeitiger Flexibilität. Prüfen Sie genau, welche Leistungen im Grundpreis enthalten sind und wo versteckte Kosten lauern können.
Versteckte Kosten und Kostenfallen vermeiden
Der auf der Website beworbene Preis ist selten der tatsächliche Preis, den Sie am Ende zahlen. Zahlreiche zusätzliche Kostenfaktoren können Ihr Budget belasten, wenn Sie sie nicht von Anfang an berücksichtigen. Eine transparente Kalkulation aller Kostenpositionen schützt Sie vor unangenehmen Überraschungen und ermöglicht eine realistische Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Einrichtungs- und Implementierungskosten
Viele Anbieter erheben separate Gebühren für die initiale Einrichtung des Chatbots. Diese Setup-Fees können zwischen 500 und mehreren tausend Euro liegen, abhängig vom Konfigurationsaufwand. Bei komplexeren Projekten kommen Kosten für die Anbindung an bestehende Systeme hinzu. Die Integration in ein CRM-System wie Salesforce oder HubSpot kann schnell 5.000 Euro oder mehr kosten, wenn kundenspezifische Anpassungen erforderlich sind.
Der Aufbau der Wissensdatenbank ist ein weiterer Kostenfaktor, der oft unterschätzt wird. Ihr Chatbot kann nur so gut antworten, wie die Informationen, die ihm zur Verfügung stehen. Das Aufbereiten von FAQ-Inhalten, Produktinformationen und Prozessbeschreibungen erfordert interne Ressourcen oder externe Unterstützung. Planen Sie mindestens 20 bis 40 Arbeitsstunden für die initiale Content-Erstellung ein, bei größeren Projekten entsprechend mehr.
Das Training eines KI-Chatbots ist ebenfalls zeitintensiv. Der Bot muss mit Beispieldialogen gefüttert, getestet und optimiert werden, bevor er produktiv eingesetzt werden kann. Laut Kauz.ai können die internen Personalkosten für Konzeption, Training und Testing schnell die Lizenzgebühren übersteigen. Manche Anbieter bieten diese Leistungen als kostenpflichtige Services an, andere überlassen die Arbeit komplett dem Kunden.
Laufende Betriebskosten
Ein Chatbot ist niemals fertig – er erfordert kontinuierliche Pflege und Optimierung. Neue Produkte, geänderte Preise oder aktualisierte Prozesse müssen in die Wissensdatenbank eingepflegt werden. Rechnen Sie mit mindestens 5 bis 10 Stunden monatlich für die laufende Content-Pflege, bei größeren Unternehmen entsprechend mehr. Diese internen Personalkosten werden bei der Budgetplanung häufig vergessen.
Technische Wartung und Updates sind weitere laufende Kostenpositionen. Bei SaaS-Lösungen sind diese typischerweise im Abopreis enthalten, bei Eigenentwicklungen fallen separate Wartungsverträge an. Achten Sie darauf, was der Support-Vertrag tatsächlich abdeckt: Nur Bugfixes oder auch funktionale Erweiterungen? Wie schnell reagiert der Support bei Problemen? Premium-Support-Optionen kosten oft 20 bis 30 Prozent Aufschlag.
KI-basierte Chatbots verursachen API-Kosten für die Nutzung von Sprachmodellen wie GPT-4. Diese werden entweder in die Lizenzgebühr eingepreist oder separat nach Verbrauch abgerechnet. Bei hohem Nachrichtenvolumen können diese Kosten erheblich sein. Laut Mindverse sollten Unternehmen die API-Kosten transparent erfragen und in ihre Kalkulation einbeziehen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

ROI-Berechnung: Wann lohnt sich ein Chatbot?
Die entscheidende Frage für jede Investition lautet: Rechnet sich das? Bei Chatbots lässt sich der Return on Investment sehr konkret berechnen, wenn Sie die richtigen Kennzahlen erfassen. Die Amortisationszeit liegt bei gut implementierten Chatbots typischerweise zwischen 3 und 12 Monaten – danach generiert die Lösung kontinuierlich Mehrwert für Ihr Unternehmen.
Kosteneinsparungen quantifizieren
Der offensichtlichste Nutzen eines Chatbots liegt in der Entlastung Ihres Kundenservice-Teams. Wenn ein Mitarbeiter 3.000 Euro brutto monatlich verdient und der Chatbot 30 Prozent der Anfragen übernimmt, entspricht das einer Einsparung von etwa 900 Euro monatlich pro Mitarbeiter. Bei einem Serviceteam von fünf Personen sind das 4.500 Euro monatlich oder 54.000 Euro jährlich – weit mehr als die meisten Chatbot-Lösungen kosten.
Die Berechnung lässt sich präzisieren, wenn Sie Ihre konkreten Servicekennzahlen kennen. Ermitteln Sie die durchschnittlichen Kosten pro Kundenanfrage, indem Sie die Gesamtkosten Ihres Serviceteams durch die Anzahl der bearbeiteten Anfragen teilen. Bei typischen Werten von 5 bis 8 Euro pro Ticket und einer Automatisierungsrate von 40 Prozent ergeben sich bei 2.000 monatlichen Anfragen Einsparungen von 4.000 bis 6.400 Euro – pro Monat.
Laut einer Beispielrechnung von Botpress amortisiert sich eine Chatbot-Investition von 20.000 Euro bei einer Automatisierung von 30 Prozent der Service-Anfragen bereits im ersten Jahr vollständig. In den Folgejahren reduzieren sich die Kosten auf die laufenden Lizenzgebühren, während die Einsparungen weiterlaufen. Der kumulative ROI steigt also von Jahr zu Jahr.
Zusätzliche Wertschöpfung berücksichtigen
Neben den direkten Kosteneinsparungen generiert ein Chatbot indirekten Mehrwert, der in die ROI-Berechnung einfließen sollte. Die 24/7-Verfügbarkeit bedeutet, dass keine Kundenanfrage mehr verloren geht – auch nicht nachts oder am Wochenende. Wenn Sie durch diese erweiterte Erreichbarkeit nur zwei zusätzliche Leads pro Monat gewinnen, kann das bei typischen B2B-Auftragswerten bereits fünfstellige Mehrumsätze bedeuten.
Schnellere Reaktionszeiten verbessern die Kundenzufriedenheit messbar. Studien zeigen, dass 53 Prozent der Kunden aufgeben, wenn sie länger als 10 Minuten auf eine Antwort warten müssen. Ein Chatbot antwortet sofort – und verhindert damit nicht nur verlorene Kunden, sondern steigert auch die Weiterempfehlungsrate. Diese weichen Faktoren lassen sich schwerer quantifizieren, sind aber real und wertvoll.
Die Entlastung Ihrer Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben ermöglicht es ihnen, sich auf komplexere Fälle und wertschöpfende Tätigkeiten zu konzentrieren. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit. In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Möglichkeit, Service-Skalierung ohne proportionale Personalaufstockung zu erreichen, ein strategischer Wettbewerbsvorteil.
Praktische Tipps für die Budgetplanung
Eine realistische Budgetplanung ist der Grundstein für ein erfolgreiches Chatbot-Projekt. Wer die Kosten unterschätzt, riskiert Projektabbrüche oder unbefriedigende Kompromisslösungen. Wir geben Ihnen praxiserprobte Empfehlungen, wie Sie Ihr Budget strukturieren und typische Fehler vermeiden können.
Total Cost of Ownership berechnen
Die Total Cost of Ownership (TCO) umfasst alle Kosten über den gesamten Lebenszyklus Ihres Chatbots. Für eine realistische Dreijahres-Kalkulation addieren Sie: Einmalige Setup-Kosten (1.000 bis 10.000 Euro), jährliche Lizenzkosten (2.400 bis 36.000 Euro), Integrationskosten (2.000 bis 15.000 Euro einmalig) und laufende Pflegekosten (interne Personalstunden multipliziert mit Stundensatz). Nur diese Gesamtbetrachtung zeigt Ihnen die wahren Kosten Ihrer Investition.
Teilen Sie Ihr Budget sinnvoll auf: Etwa 30 Prozent für die initiale Implementierung, 50 Prozent für laufende Lizenzkosten und 20 Prozent als Reserve für Optimierungen und unvorhergesehene Anpassungen. Diese Struktur hat sich in der Praxis bewährt und verhindert, dass Sie nach dem Go-Live ohne Budget für notwendige Verbesserungen dastehen.
Planen Sie von Anfang an ein Pilotprojekt ein. Starten Sie mit einem begrenzten Anwendungsfall – etwa nur FAQ-Beantwortung für ein Produkt – und erweitern Sie den Chatbot schrittweise. Dies minimiert das Investitionsrisiko und ermöglicht frühzeitiges Lernen. Die meisten erfolgreichen Chatbot-Implementierungen folgen diesem iterativen Ansatz.
Anbieter richtig vergleichen
Vergleichen Sie Anbieter nicht nur nach dem Listenpreis, sondern nach dem Gesamtpaket. Achten Sie auf: Was ist im Preis enthalten? Wie viele Konversationen sind inklusive? Welche Integrationen sind verfügbar? Wie gut ist der Support? Fordern Sie konkrete Referenzen an und sprechen Sie wenn möglich mit bestehenden Kunden. Ein günstiger Anbieter mit schlechtem Support wird am Ende teurer als ein hochpreisiger mit exzellentem Service.
Nutzen Sie kostenlose Testphasen und Demos intensiv. Die meisten professionellen Chatbot-Anbieter bieten 14 bis 30 Tage kostenfreie Tests an. Nutzen Sie diese Zeit, um die Plattform wirklich kennenzulernen – nicht nur oberflächlich, sondern mit echten Anforderungen aus Ihrem Tagesgeschäft. Prüfen Sie, wie einfach die Bedienung ist und ob Ihr Team ohne Programmierkenntnisse arbeiten kann.
Verhandeln Sie, besonders bei längeren Vertragslaufzeiten. Jahresverträge mit Vorauszahlung sind für Anbieter attraktiv – entsprechend sollten Sie Rabatte von 20 bis 40 Prozent erwarten können. Bei Enterprise-Deals mit fünfstelligen Jahresbeträgen ist immer Verhandlungsspielraum vorhanden. Fragen Sie nach Onboarding-Support, zusätzlichen Schulungen oder erweiterten Funktionen als Bonus.
Branchenspezifische Kostenbetrachtung
Die Wirtschaftlichkeit eines Chatbots variiert stark je nach Branche und Anwendungsfall. Während E-Commerce-Unternehmen primär von Vertriebsunterstützung und Bestellstatus-Anfragen profitieren, liegt der Fokus bei Finanzdienstleistern auf regulierungskonformer Kundenberatung. Diese unterschiedlichen Anforderungen spiegeln sich auch in den Kosten wider – ein Chatbot für sensible Finanzdaten erfordert höhere Sicherheitsstandards und damit auch höhere Investitionen.
E-Commerce und Einzelhandel
Im E-Commerce gehören Chatbots mittlerweile zum Standard. Die häufigsten Einsatzszenarien sind Bestellstatus-Abfragen, Produktberatung und Retourenmanagement. Ein typisches Budget für einen mittelgroßen Online-Shop liegt bei 300 bis 800 Euro monatlich für eine All-in-One-Lösung. Die Amortisation erfolgt oft bereits nach wenigen Monaten, da jede automatisierte Anfrage Personalkosten spart und die Konversionsrate durch proaktive Beratung steigt.
Besonders wertvoll ist die Integration in Shop-Systeme wie Shopware, Shopify oder WooCommerce. Wenn der Chatbot direkt auf Produktdaten und Bestellinformationen zugreifen kann, steigt die Automatisierungsquote erheblich. Diese Integrationen sind bei den meisten SaaS-Anbietern standardmäßig verfügbar oder gegen geringen Aufpreis erhältlich. Die Investition rechnet sich schnell durch reduzierte Supportkosten und höhere Kundenzufriedenheit.
Finanzdienstleistungen und Versicherungen
In der Finanzbranche gelten besondere Anforderungen an Datenschutz und Compliance. Chatbots müssen DSGVO-konform sein und dürfen bestimmte Beratungsleistungen nicht ohne entsprechende Lizenzierung anbieten. Diese regulatorischen Anforderungen erhöhen die Kosten typischerweise um 30 bis 50 Prozent gegenüber Standardlösungen. Deutsche Anbieter mit Hosting in Deutschland sind hier oft die bevorzugte Wahl.
Trotz der höheren Kosten ist der ROI im Finanzsektor besonders attraktiv. Banken und Versicherungen bearbeiten hohe Volumina standardisierter Anfragen zu Kontoständen, Überweisungen oder Schadensmeldungen. Mehr als 50 Prozent der globalen Top-100-Finanzinstitute setzen bereits Chatbots ein. Die Einsparungen können bei großen Instituten mehrere Millionen Euro jährlich betragen.
Unsere Chatbot-Kostenberatung
Die Frage nach den richtigen Chatbot-Kosten lässt sich nicht pauschal beantworten – sie hängt von Ihren individuellen Anforderungen, bestehenden Systemen und strategischen Zielen ab. Unser Beratungsteam unterstützt Sie dabei, die wirtschaftlichste Lösung für Ihr Unternehmen zu finden und teure Fehlentscheidungen zu vermeiden.
Unsere Leistungen umfassen eine detaillierte Anforderungsanalyse mit Identifikation der optimalen Chatbot-Kategorie für Ihre Bedürfnisse. Wir erstellen individuelle TCO-Berechnungen und ROI-Prognosen auf Basis Ihrer konkreten Unternehmenszahlen. Unsere Marktanalyse vergleicht passende Anbieter neutral und unabhängig, um die beste Preis-Leistung für Sie zu identifizieren.
Darüber hinaus begleiten wir Sie bei Vertragsverhandlungen mit Anbietern und unterstützen die Implementierung als neutrale Instanz. Von der ersten Idee bis zum produktiven Betrieb stehen wir an Ihrer Seite. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch, in dem wir gemeinsam Ihre Anforderungen analysieren und erste Kostenindikationen entwickeln.
Fazit: Chatbot Kosten als strategische Investition
Die Kosten für einen Chatbot reichen von wenigen hundert Euro für einfache Lösungen bis zu sechsstelligen Beträgen für komplexe Enterprise-Implementierungen. Der entscheidende Faktor ist nicht der niedrigste Preis, sondern das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis für Ihre spezifischen Anforderungen. Mit einem durchschnittlichen ROI von 300 Prozent und Amortisationszeiten von unter einem Jahr gehören Chatbots zu den rentabelsten Technologieinvestitionen für Unternehmen.
Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst: Regelbasierte Bots starten ab 10 Euro monatlich, KI-Chatbots mit GPT-Integration kosten typischerweise 500 bis 1.000 Euro. SaaS-Lösungen sind für die meisten Unternehmen wirtschaftlicher als Eigenentwicklungen. Versteckte Kosten für Setup, Integration und laufende Pflege können das Budget verdoppeln – kalkulieren Sie diese von Anfang an ein. Mit den richtigen Kennzahlen lässt sich der ROI präzise berechnen und eine fundierte Investitionsentscheidung treffen.
Nutzen Sie die Erkenntnisse dieses Leitfadens, um Ihr Chatbot-Budget realistisch zu planen und den passenden Anbieter auszuwählen. Die Investition in einen gut implementierten Chatbot zahlt sich messbar aus – durch Kosteneinsparungen, besseren Kundenservice und entlastete Mitarbeiter. Weitere Informationen zu Chatbot-Trends und Technologien finden Sie bei Statista und dem Bitkom Verband. Wir bei Langguth Consulting beraten Sie gerne persönlich bei Ihrer Chatbot-Strategie.
