KI Service: Der vollständige Leitfaden zu KI-Dienstleistungen für Unternehmen 2026

Künstliche Intelligenz transformiert die Art, wie Unternehmen arbeiten, kommunizieren und Kunden betreuen. KI Service – ob als AI-as-a-Service aus der Cloud, als Chatbot im Kundenservice oder als intelligente Automatisierung von Geschäftsprozessen – ist zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie nutzen bereits 36 Prozent der deutschen Unternehmen KI, wobei sich dieser Anteil innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt hat. Der Markt für Data und AI Services wuchs 2024 um 13,2 Prozent – deutlich über dem Gesamtmarkt für IT-Dienstleistungen. Dieser umfassende Leitfaden zeigt Ihnen die verschiedenen KI-Service-Modelle, führende Anbieter und Best Practices für die erfolgreiche Implementierung.

Was ist KI Service?

KI Service umfasst alle Dienstleistungen, bei denen künstliche Intelligenz zur Lösung von Geschäftsproblemen eingesetzt wird. Das Spektrum reicht von cloudbasierten AI-as-a-Service-Plattformen über KI-gestützte Kundenservice-Lösungen bis hin zu vollständig maßgeschneiderten KI-Implementierungen. Unternehmen können KI-Funktionen nutzen, ohne eigene Infrastruktur aufbauen oder Data Scientists einstellen zu müssen.

Der globale Markt für AI-as-a-Service wird laut Prognosen bis 2025 ein Volumen von über 77 Milliarden US-Dollar erreichen. Mehr als 80 Prozent aller Unternehmen werden laut Gartner bis 2026 in irgendeiner Form Generative-AI-APIs oder -Apps nutzen. Für den deutschen Mittelstand ist KI Service oft die einzige realistische Option, da die Hardware für On-Premises-KI im mittleren sechsstelligen Bereich beginnt – Nvidias DGX Pod H100-Server kostet ab 500.000 Dollar.

AI-as-a-Service: Das Cloud-Modell verstehen

AI-as-a-Service (AIaaS) bezeichnet die Bereitstellung von KI-Funktionen über die Cloud. Unternehmen erhalten Zugang zu vortrainierten Modellen, Entwicklungsumgebungen und Inferencing-Kapazitäten, ohne eigene Infrastruktur betreiben zu müssen.

Funktionsweise von AIaaS

AIaaS-Plattformen bieten verschiedene Servicelevels an. Vorgefertigte KI-Modelle für grundlegende Anwendungsfälle wie Chatbots, Textanalyse oder Bilderkennung sind sofort einsatzbereit. Data-Preparation-Services bereiten unstrukturierte Daten für das Modelltraining auf. Training-as-a-Service ermöglicht das Trainieren eigener Modelle auf Cloud-Infrastruktur. Inferencing-Services stellen die Rechenleistung für die Modellausführung bereit. Der Zugriff erfolgt über APIs oder User Interfaces, was die Integration in eigene Anwendungen mit minimalem Programmieraufwand ermöglicht.

Preismodelle bei AIaaS

Die meisten AIaaS-Anbieter nutzen Pay-as-you-go-Modelle auf Nutzungs- oder Flatrate-Basis. Nvidia ruft für seinen Supercomputer-Service DGX Cloud monatlich pauschal 37.000 Dollar auf. Bei IBM Watson kostet die Standard-Version 0,50 Dollar pro 1.000 Vorhersagen, die Professional-Version 1.000 Dollar monatlich für 2.000.000 Vorhersagen. Google Cloud berechnet Trainingsjobs mit 0,54 US-Dollar pro Stunde pro Trainingseinheit. ChatGPT Plus kostet 20 USD pro Monat, Claude Pro 18 Euro plus Mehrwertsteuer, Gemini Advanced 21,99 Euro monatlich.

Vor- und Nachteile von AIaaS

Die Vorteile liegen in der niedrigeren Einstiegsschwelle, der kürzeren Time-to-Market und dem Zugang zu State-of-the-Art-Technologie. Nachteile sind potenzielle Vendor Lock-ins, begrenzte Anpassungsmöglichkeiten bei vorgefertigten Modellen sowie Security- und Datenschutzbedenken bei der Verarbeitung sensibler Unternehmensdaten durch Drittanbieter.

KI Service Beratung für Unternehmen

Führende AIaaS-Anbieter im Vergleich

Der Markt wird von den großen Cloud-Anbietern dominiert, aber auch spezialisierte Anbieter gewinnen an Bedeutung.

Amazon Web Services (AWS)

AWS ist Marktführer mit der größten Service-Vielfalt und globaler Präsenz. Amazon SageMaker bietet beträchtliche Automatisierung und wählt die besten Methoden automatisch aus. Die Lösung eignet sich besonders für Neulinge im Bereich maschinelles Lernen. Der Nachteil: Keine unstrukturierten Lernmethoden, was die Kapazität für Deep-Learning-Anwendungen begrenzt. AWS verzeichnet ein Wachstum von rund 17 Prozent jährlich.

Microsoft Azure

Microsoft Azure folgt mit etwa 20 Prozent Marktanteil und über 30 Prozent jährlichem Wachstum. Azure AI kombiniert moderne KI-Technologien mit den Vorteilen der Azure Cloud und bietet vortrainierte Modelle, Cognitive Services und Produkte für maschinelles Lernen. Die starke Integration mit Microsoft-Werkzeugen wie Office und Power Platform ist ein entscheidender Vorteil. Copilot-Integration erschließt KI-Funktionen direkt in vertrauten Anwendungen.

Google Cloud AI

Google Cloud AI nutzt die SaaS-Expertise des Technologiegiganten und basiert auf TensorFlow. Die größte Stärke liegt in der Modellierung neuronaler Netzwerke. Die AI Platform ermöglicht Natural Language Processing, Übersetzung, Bilderkennung und andere KI-Anwendungen. Der Nachteil sind die Kosten: Nur AI Hub und Notebooks sind kostenlos, alles andere ist nur per Abonnement verfügbar.

IBM Watson

IBM Watson bietet MLaaS-Funktionalität mit breiter Palette von Entwicklungs- und Management-Tools. Die visuellen Modellierungsanwendungen von Watson Studio ermöglichen schnelle Einblicke. Cloud Pak automatisiert die Verwaltung des KI-Lebenszyklus. Besonders geeignet für Entwickler und Data Scientists mit Fokus auf Praxismodelle.

Deutsche Telekom AI-Foundation Services

Die AI-Foundation Services der Telekom bieten deutschen Unternehmen eine DSGVO-konforme Alternative zu amerikanischen Anbietern. Die Plattform fungiert als zentraler Knotenpunkt für den Zugriff auf verschiedene Large Language Models über standardisierte APIs und vorgefertigte Terraform-Module.

KI im Kundenservice: Die Revolution des Supports

Der Kundenservice ist der Bereich, in dem KI am intensivsten eingesetzt wird – 86 Prozent der befragten Unternehmen nutzen laut Bitkom KI bereits im Kundenkontakt.

KI-Chatbots im Überblick

KI-Chatbots sind Software, die mithilfe von künstlicher Intelligenz über Text oder Sprache kommuniziert. Moderne Chatbots nutzen Natural Language Processing (NLP), Machine Learning und Intent Detection, um Nutzeranfragen präzise zu verstehen und kontextbezogen zu antworten. Sie sind rund um die Uhr verfügbar, können mehrere Anfragen gleichzeitig bearbeiten und liefern sofortige Antworten.

Rund 80 Prozent der Anfragen im Kundenservice sind wiederkehrend – ein Chatbot kann diese schnell und effizient abwickeln. Die Implementierung kann innerhalb von zehn Minuten erfolgen und ermöglicht eine sofortige Verbesserung des Kundenservices. Junipers Research prognostiziert jährliche Einsparungen von bis zu 11 Milliarden US-Dollar weltweit durch den Chatbot-Einsatz im Kundenservice.

Führende Chatbot-Plattformen

Lime Connect (ehemals Userlike) kombiniert autonome AI Agents, einen intelligenten Copilot und leistungsstarke Agentic Actions für skalierbaren Kundenservice. Die Plattform ist besonders im deutschsprachigen Raum verbreitet. Zendesk AI erfordert ab 2025 den Plan für 55 US-Dollar pro Agent und Monat für den Zugang zu AI Agents. Freshchat nutzt Freddy AI für 33+ Sprachen und bietet Ready-to-use Bot-Templates. IBM Watson Assistant ermöglicht die Erstellung angepasster Chatbots mit NLP und LLMs und erreicht außergewöhnliche Klassifizierungsgenauigkeit mit durchschnittlich nur fünf Trainingsbeispielen pro Thema.

Anwendungsfälle im Kundenservice

Intelligente Chatbots bieten personalisierte Unterstützung rund um die Uhr – Lösungen wie Cognigy.AI und Parloa sind hier führend. Automatisierte E-Mail-Bearbeitung analysiert eingehende E-Mails, kategorisiert sie und leitet sie weiter oder beantwortet direkt – Salesforce Service Cloud Einstein und Zendesk bieten entsprechende Funktionen. Voicebots für telefonischen Kundenservice übernehmen Anrufe und beantworten Fragen mit natürlicher Sprache. Sentimentanalyse erkennt Kundenemotionen und ermöglicht angepasste Reaktionen. Self-Service-Portale wie Helpjuice oder Document360 ermöglichen Kunden die eigenständige Problemlösung.

Erfolgsbeispiele aus der Praxis

HelloFreshs Chatbot Freddy steigerte die Nachrichtenanzahl um 47 Prozent und reduzierte Antwortzeiten um 76 Prozent. Hermes analysiert mit seinem KI-System Lieferwege, Wetterbedingungen und Verkehrsaufkommen für präzisere Lieferzeiten und kommuniziert über Website-Chat und WhatsApp. Apple Support erkennt anhand der Geräte-ID automatisch technische Probleme und schlägt passende Anleitungen, Ersatzteile oder Serviceoptionen vor.

KI-Agenten: Die nächste Evolutionsstufe

Der Produktivitätsschub 2025 kommt von einer neuen KI-Generation: der „Agentic AI“. Diese Systeme handeln autonom, um komplexe Ziele zu erreichen – sie warten nicht auf Befehle.

Unterschied Chatbot vs. KI-Agent

Während KI-Chatbots auf Nutzereingaben reagieren, bezeichnet Agentic AI Software, die eigenständig Entscheidungen treffen kann. KI-Agenten können menschliche Beteiligung bei bestimmten Aufgaben überflüssig machen oder Mitarbeitende im Alltag unterstützen. Gartner erwartet, dass bis 2026 bereits 40 Prozent der Unternehmensanwendungen agentische Fähigkeiten eingebaut haben.

Führende KI-Agent-Plattformen

Parloa aus Berlin erreichte 2025 mit einer Series-C-Finanzierung über 120 Millionen US-Dollar den Unicorn-Status. Die Plattform automatisiert Kundeninteraktionen durch Sprach- und Text-KI für Unternehmen wie Red Bull, Vodafone und Deutsche Bahn. Salesforce Einstein GPT ist die KI-Schicht innerhalb der Salesforce-Plattform, die Sales- und Service-Teams unterstützt, personalisierte E-Mails schreibt und Next-Best-Actions vorschlägt. Amelia von IPsoft positioniert sich als „digitaler Mitarbeiter“ mit Emotionserkennung, Kontextgedächtnis und Sprachausgabe – besonders verbreitet bei Banken und Telekommunikationsanbietern.

KI-Service-Kategorien im Überblick

Die KI-Dienstleistungslandschaft umfasst verschiedene Spezialbereiche.

Textgenerierung und Content-Erstellung

ChatGPT bleibt der bekannteste KI-Textgenerator. Die kostenlose Version basiert auf GPT-4, ChatGPT Plus (20 USD/Monat) bietet Zugang zu GPT-5 und erweiterten Funktionen. Für deutsche Texte ist Neuroflash optimiert – als deutsches Unternehmen DSGVO-konform mit Funktionen wie Gendern und Du/Sie-Umstellung. Claude von Anthropic überzeugt bei Long-Form-Content und komplexen Analysen.

Übersetzungs- und Sprachservices

DeepL aus Köln hat die Online-Übersetzungslandschaft revolutioniert. Das auf Deep Learning basierende System liefert natürlich klingende Ergebnisse – sogar die Schweizer Regierung nutzt es für offizielle Texte. Die kostenlose Nutzung ist bis 1.500 Zeichen am PC und 3.000 Zeichen auf Mobilgeräten möglich.

Bild- und Videogenerierung

Adobe Firefly, Midjourney und DALL-E dominieren die KI-Bildgenerierung. Für Videos bieten Synthesia, InVideo AI und Runway professionelle Lösungen mit KI-Avataren und Text-zu-Video-Konvertierung.

Prozessautomatisierung

KI-gestützte RPA (Robotic Process Automation) kombiniert traditionelle Automatisierung mit maschinellem Lernen. UiPath, Automation Anywhere und Blue Prism integrieren KI-Funktionen für intelligentere Prozessautomatisierung.

KI Service Implementierung und Beratung

KI-Service-Implementierung: Best Practices

Die erfolgreiche Einführung von KI-Services erfordert strategisches Vorgehen.

Schritt 1: Ziele definieren

Was wollen Sie mit KI erreichen? Kostenreduktion im Kundenservice, schnellere Reaktionszeiten, Skalierung ohne Personalaufbau? Klare Ziele ermöglichen die Auswahl der richtigen Lösung und die Messung des Erfolgs.

Schritt 2: Use Cases identifizieren

Starten Sie mit klar definierten Anwendungsfällen. 35,1 Prozent der Projektumsätze fließen laut Lünendonk-Studie aktuell in den Aufbau von Dateninfrastrukturen – die Grundlage für erfolgreiche KI-Initiativen. Nicht mit dem komplexesten Use Case beginnen, sondern mit Quick Wins, die schnell Mehrwert demonstrieren.

Schritt 3: Anbieter evaluieren

Bei der Auswahl eines AIaaS-Anbieters sind laut Forrester-Chefanalyst Gaultieri unterstützte Workloads das wichtigste Kriterium: Deckt der Anbieter alle KI-Phasen ab – Datenvorbereitung, Modelltraining und Inferencing? Prüfen Sie regionale Infrastruktur, Skalierungskapazitäten, Integrationen und Compliance-Anforderungen.

Schritt 4: Compliance sicherstellen

Die EU-KI-Verordnung (AI Act) bringt neue Anforderungen: Transparenzpflichten, Risikoklassifizierung, Dokumentation. 53 Prozent der deutschen Unternehmen nennen rechtliche Hürden und Unklarheiten als größtes Hemmnis für KI-Einsatz. Stellen Sie frühzeitig sicher, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt werden.

Schritt 5: Change Management

31 Prozent der Unternehmen beklagen fehlende Akzeptanz bei Beschäftigten. Neun von zehn Unternehmen erwarten laut Lünendonk-Studie Unterstützung beim Aufbau einer datengetriebenen Unternehmenskultur. Schulungen, transparente Kommunikation und schrittweise Einführung fördern die Akzeptanz.

Kosten und ROI von KI-Services

Die Investition in KI-Services amortisiert sich bei richtiger Implementierung schnell.

Typische Kostenstrukturen

Chatbot-Plattformen kosten zwischen 50 und 500 Euro monatlich für KMUs, Enterprise-Lösungen ab 1.000 Euro aufwärts. AIaaS-Plattformen rechnen nach Nutzung ab – von wenigen Cent pro API-Call bis zu fünfstelligen monatlichen Beträgen für intensive Nutzung. Implementierungsprojekte variieren stark: Von Self-Service-Setups in wenigen Stunden bis zu mehrmonatigen Enterprise-Projekten mit sechsstelligen Budgets.

ROI-Berechnung

Eine Capgemini-Studie zeigt: KI im Kundenservice verkürzt Antwortzeiten durchschnittlich um 40 Prozent und verbessert die Erstlösungsquote signifikant. Chatbots können Kundenservice-Kosten um bis zu 50 Prozent reduzieren. Bei einem Kundenservice-Team mit zehn Mitarbeitern und 40 Prozent Automatisierungsquote können jährlich mehrere hunderttausend Euro eingespart werden.

Versteckte Kosten beachten

Kalkulieren Sie Technologie- und Lizenzkosten, Anpassungsaufwand für individuelle Lösungen, Support und Maintenance, Datenmanagement und -qualität sowie Schulung und Onboarding mit ein. Viele Anbieter unterschätzen den Aufwand für Support und Weiterentwicklung.

Deutsche KI-Startups und Anbieter

Deutschland entwickelt sich zu einem wichtigen KI-Standort mit erfolgreichen Startups.

Helsing

Das Münchner Startup entwickelt KI-gestützte Systeme für militärische Anwendungen und erreichte 2025 mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro den Status als eines der fünf wertvollsten privaten Tech-Startups Europas.

Parloa

Das Berliner Unternehmen automatisiert Kundeninteraktionen durch Sprach- und Text-KI und erreichte 2025 mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar den Unicorn-Status.

Manex AI

Das Startup entwickelt KI-Lösungen zur Qualitätskontrolle in der industriellen Fertigung und sicherte sich 2025 eine Seed-Finanzierung über 8 Millionen Euro.

DeepL

Das Kölner Unternehmen revolutionierte mit seinem KI-Übersetzungstool die Branche und zeigt, dass intelligente Algorithmenanwendung ohne Milliardeninvestitionen möglich ist.

Zukunftstrends im KI-Service

Die KI-Service-Landschaft entwickelt sich rasant weiter.

Agentic AI

Autonome KI-Systeme, die eigenständig Entscheidungen treffen und Aufgaben ausführen, werden zum Standard. Google Gemini 2.0 und ähnliche Modelle treiben diese Entwicklung voran.

Multimodale KI

KI-Systeme, die Text, Bild, Audio und Video verstehen und generieren, werden zur Norm. GPT-4o und Gemini 2.0 zeigen, wohin die Reise geht.

Spezialisierte Branchenlösungen

Statt generischer KI-Tools entstehen zunehmend branchenspezifische Lösungen für Healthcare, Finance, Manufacturing und andere Sektoren.

Edge AI

KI-Verarbeitung direkt auf Endgeräten ermöglicht schnellere Reaktionszeiten und besseren Datenschutz – besonders relevant für IoT-Anwendungen.

Regulierung und Compliance

Mit dem EU AI Act werden Compliance-Anforderungen wichtiger. 81 Prozent der Unternehmen wünschen sich laut Lünendonk gezielte Beratungsangebote zu AI-Ethik und Compliance.

Herausforderungen bei der KI-Service-Einführung

Trotz der enormen Chancen stehen Unternehmen bei der KI-Implementierung vor erheblichen Herausforderungen.

Rechtliche Hürden und Unklarheiten

53 Prozent der deutschen Unternehmen nennen rechtliche Hürden als größtes Hemmnis. Der EU AI Act schafft zwar Klarheit, bringt aber auch neue Compliance-Anforderungen. Die Risikoklassifizierung von KI-Systemen, Transparenzpflichten und Dokumentationsanforderungen erfordern fundiertes Know-how. Besonders im medizinischen Bereich können auch KMUs schnell Hochrisiko-KI verwenden, was zusätzliche Auflagen mit sich bringt.

Fachkräftemangel und Know-how

53 Prozent geben fehlendes technisches Know-how als Barriere an, 51 Prozent beklagen unzureichende personelle Ressourcen. Data Scientists, KI-Entwickler und ML-Engineers sind Mangelware. Die Alternative: Externe Expertise durch KI-Dienstleister oder die Nutzung von Low-Code/No-Code-Plattformen, die weniger technisches Wissen erfordern.

Datenschutz und Sicherheit

48 Prozent sehen hohe Datenschutzanforderungen als problematisch, 39 Prozent befürchten, dass Daten in falsche Hände geraten könnten. Bei der Verarbeitung sensibler Unternehmens- oder Kundendaten durch Cloud-basierte KI-Services ist besondere Vorsicht geboten. Deutsche und europäische Anbieter mit DSGVO-Konformität und lokaler Datenhaltung bieten hier Vorteile.

Mangelnde Nachvollziehbarkeit

38 Prozent kritisieren die mangelnde Nachvollziehbarkeit von KI-Ergebnissen. Die „Black Box“-Problematik bei Deep-Learning-Modellen erschwert die Erklärbarkeit von Entscheidungen – besonders kritisch in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen oder Healthcare.

Datenqualität und -verfügbarkeit

Nur rund zwei Drittel der Unternehmen verfügen über ein einheitliches Datenmanagement, weniger als 80 Prozent haben eine unternehmensweite Datenstrategie. Ohne qualitativ hochwertige, strukturierte Daten bleiben viele KI-Initiativen in frühen Konzeptphasen stecken.

Politische Erwartungen und Forderungen

Deutsche Unternehmen richten klare Erwartungen an die Politik. 51 Prozent wünschen sich eine stärkere Förderung deutscher KI-Anbieter. 46 Prozent fordern eine Reform des europäischen AI-Acts. 45 Prozent sprechen sich für besseren Zugang zu Daten aus. 36 Prozent möchten gezielte Förderung der KI-Forschung, 34 Prozent plädieren für Investitionen in KI-Recheninfrastruktur. Die Nationale Initiative zur KI-basierten Transformation in die Datenökonomie (NITD) soll bis Ende 2025 eine Grundlage für vertrauensvolle, marktfähige KI-Anwendungen schaffen.

Unsere KI-Service-Beratung

Die strategische Auswahl und Implementierung von KI-Services erfordert Expertise und Erfahrung. Unser Beratungsteam unterstützt Unternehmen bei der gesamten KI-Journey.

Unsere Leistungen umfassen die KI-Strategie-Entwicklung und Roadmap-Erstellung, die Evaluation und Auswahl der richtigen KI-Plattformen und -Anbieter sowie die Implementierung von Chatbots, KI-Agenten und Automatisierungslösungen. Wir begleiten die Integration von AIaaS in bestehende IT-Infrastruktur, entwickeln Compliance-Konzepte für DSGVO und EU AI Act und führen Change Management und Mitarbeiterschulungen durch. ROI-Analyse und kontinuierliche Optimierung runden unser Angebot ab.

Ob Sie mit einem ersten Chatbot-Projekt starten oder eine unternehmensweite KI-Transformation planen – wir begleiten Sie von der Konzeption bis zum erfolgreichen Betrieb.

Fazit: KI Service als Wettbewerbsvorteil

KI Service ist 2025 kein optionales Extra mehr, sondern ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Mit 36 Prozent KI-Nutzung in deutschen Unternehmen – Verdopplung innerhalb eines Jahres – und 47 Prozent, die den Einsatz planen, wird die Kluft zwischen KI-Natives und zögerlichen Unternehmen drastisch wachsen. Wer 2026 nicht aufstellt, riskiert den Anschluss zu verlieren.

Die gute Nachricht: Der Einstieg war nie einfacher. AIaaS-Plattformen eliminieren Hardware-Investitionen, moderne Chatbot-Lösungen sind in Minuten implementiert, und deutsche Anbieter wie Parloa, DeepL oder die Telekom AI-Foundation Services bieten DSGVO-konforme Alternativen zu US-Anbietern. Die Investition amortisiert sich schnell – 40 Prozent kürzere Antwortzeiten, bis zu 50 Prozent Kosteneinsparung im Kundenservice und signifikant verbesserte Kundenzufriedenheit sprechen für sich.

Entscheidend ist der strategische Ansatz: Klare Ziele, passende Use Cases, der richtige Anbieter und konsequentes Change Management. Bitkom bietet umfassende Leitfäden zur KI-Implementierung, und Anbietervergleiche auf Computerwoche helfen bei der Orientierung. Langguth Consulting begleitet Sie gerne bei Ihrer KI-Service-Strategie – kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch.

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