Die digitale Souveränität Europas hängt heute maßgeblich von der Geschwindigkeit und Qualität der Netzinfrastruktur ab. Die Deutsche Telekom steht als Marktführer vor der monumentalen Aufgabe, Millionen von Haushalten mit Glasfaser (FTTH) zu versorgen und gleichzeitig eine flächendeckende 5G-Abdeckung zu gewährleisten. In dieser Fallstudie beleuchten wir, wie durch intelligente Prozessautomatisierung und digitale Zwillinge die Effizienz im Netzausbau radikal gesteigert wird, um den Anforderungen der Gigabit-Gesellschaft gerecht zu werden.

Als spezialisierte Berater für die digitale Transformation unterstützen wir Unternehmen dabei, die hier vorgestellten Methoden der Telekom auf eigene Infrastrukturprojekte zu übertragen. Es geht nicht mehr nur um das Verlegen von Kabeln, sondern um die hochgradig automatisierte Steuerung komplexer Wertschöpfungsketten. Eine Verzahnung von KI-gestützter Planung und robotergesteuerter Ausführung ist heute der entscheidende Hebel, um Time-to-Market-Ziele in einem kompetitiven Marktumfeld zu erreichen.

Strategische Prozessautomatisierung als Rückgrat der Gigabit-Strategie

Der flächendeckende Ausbau von Glasfaser und 5G ist ohne den massiven Einsatz digitaler Technologien wirtschaftlich kaum noch darstellbar. Die Deutsche Telekom setzt daher auf eine „Digital-First“-Strategie, bei der jeder Planungsschritt durch automatisierte Algorithmen validiert wird. Dies minimiert menschliche Planungsfehler und ermöglicht eine präzise Ressourcenallokation, die besonders in Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Baukosten von essenzieller Bedeutung für den Unternehmenserfolg ist.

Beratung zur Digitalisierung und Prozessoptimierung im Infrastrukturbau

KI-gestützte Trassenplanung und Oberflächenerkennung

Ein Kernaspekt der Automatisierung bei der Telekom ist die Nutzung von Künstlicher Intelligenz zur automatisierten Trassenplanung. Durch die Analyse von Geodaten und hochauflösenden Kamerabildern erkennt das System eigenständig Oberflächenbeschaffenheiten wie Asphalt, Kopfsteinpflaster oder Grünflächen. Auf dieser Basis berechnet die KI den kosteneffizientesten und schnellsten Weg für die Verlegung der Glasfaserkabel, was die manuelle Vor-Ort-Begehung drastisch reduziert.

Wissenschaftliche Untersuchungen, wie sie im IEEE Xplore Journal für Netzwerkmanagement diskutiert werden, belegen, dass automatisierte Planungsprozesse die Planungszeit um bis zu 70 % verkürzen können. Diese technologische Exzellenz ist die Grundlage für unsere Beratungsservices, bei denen wir Unternehmen helfen, Geoinformationssysteme (GIS) mit KI-Modellen zu koppeln, um komplexe Rollout-Szenarien in Echtzeit zu simulieren und zu optimieren.

Darüber hinaus ermöglicht die automatisierte Erkennung von Hindernissen eine präzisere Kalkulation der Tiefbaukosten. Da der Tiefbau ca. 80 % der Gesamtkosten im Glasfaserausbau ausmacht, führt jede Effizienzsteigerung in diesem Bereich zu massiven Einsparungen. Wir begleiten unsere Mandanten dabei, diese digitalen Planungstools in ihre bestehenden Workflows zu integrieren, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Infrastrukturprojekte nachhaltig zu sichern.

Automatisierung im 5G-Standortmanagement

Parallel zum Glasfaserausbau erfordert das 5G-Netz eine deutlich höhere Dichte an Funkstandorten (Small Cells). Die Automatisierung hilft hier bei der Identifikation geeigneter Standorte durch die Analyse von Funkfeldausbreitungsmodellen und vorhandener Infrastruktur. Die Deutsche Telekom nutzt digitale Zwillinge ganzer Städte, um die ideale Platzierung von Antennen zu simulieren, bevor der erste Techniker vor Ort aktiv wird, was die Planungsqualität auf ein neues Niveau hebt.

Laut Berichten des Branchenverbands Bitkom ist die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren ein kritischer Erfolgsfaktor. Durch die digitale Aufbereitung der Antragsunterlagen und automatisierte Workflows mit den Kommunen kann die Telekom die Durchlaufzeiten erheblich verkürzen. Unsere Expertise liegt darin, die Schnittstellen zwischen technischen Planungstools und regulatorischen Anforderungen so zu optimieren, dass Verzögerungen im Rollout minimiert werden.

Die Integration von Open RAN (Radio Access Network) Komponenten spielt hierbei eine zusätzliche Rolle. Durch die Virtualisierung von Netzwerkfunktionen kann die Telekom Hardware-unabhängiger agieren und Updates automatisiert über das gesamte Netz ausrollen. Wir unterstützen Netzbetreiber dabei, diese agilen Netzwerkarchitekturen zu implementieren, um die operative Flexibilität zu erhöhen und die Abhängigkeit von einzelnen Systemlieferanten zu reduzieren.

Effizienzsteigerung im Glasfaser-Rollout durch digitale Steuerung

Der Glasfaserausbau ist ein logistisches Meisterwerk, das tausende von Baustellen gleichzeitig koordiniert. Die Telekom setzt hier auf eine zentrale digitale Plattform, die alle Akteure – vom Planer über das Tiefbauunternehmen bis hin zum Endkunden – vernetzt. Diese Transparenz in der Wertschöpfungskette erlaubt ein proaktives Incident-Management: Probleme auf einer Baustelle werden sofort im System erfasst und führen zu einer automatisierten Anpassung der nachgelagerten Logistikprozesse.

Für Dienstleister im Bereich der Infrastrukturbegleitung ist diese Form der datengestützten Steuerung der neue Goldstandard. Wir helfen unseren Kunden, solche Plattform-Ökosysteme aufzubauen, um die Kooperation mit Subunternehmern effizienter zu gestalten. Durch den Einsatz von mobilen Apps zur Baustellendokumentation werden Fortschritte in Echtzeit erfasst, was die Abrechnungsprozesse automatisiert und die Liquidität der beteiligten Partner verbessert.

Strategische Unternehmensbegleitung für den Netzausbau

Trenching-Technologien und automatisierte Bauüberwachung

Neben der digitalen Planung kommen innovative Bautechniken wie das „Trenching“ oder „Mining“ zum Einsatz. Hierbei werden schmale Schlitze in den Boden gefräst, was deutlich schneller ist als herkömmliche Tiefbauverfahren. Die Telekom kombiniert diese Verfahren mit automatisierter Bauüberwachung via Drohnen oder 360-Grad-Kameras. Die aufgenommenen Bilder werden mit dem digitalen Planungsmodell abgeglichen, um Abweichungen sofort zu identifizieren und die Bauqualität sicherzustellen.

Forschungsberichte des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass die Kombination aus modernen Verlegetechniken und digitaler Kontrolle die Bauzeit pro Kilometer um bis zu 50 % reduzieren kann. Unsere Beratung fokussiert sich darauf, diese technischen Innovationen mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu unterlegen, um Investitionsentscheidungen für neue Bautechnologien auf eine valide Datenbasis zu stellen.

Ein wesentlicher Vorteil dieser automatisierten Überwachung ist die lückenlose Dokumentation für die öffentliche Hand. Da viele Ausbauprojekte durch Fördermittel finanziert werden, sind die Anforderungen an den Verwendungsnachweis extrem hoch. Wir implementieren für unsere Kunden automatisierte Reporting-Systeme, die alle notwendigen Daten direkt aus dem Bauprozess extrahieren und revisionssicher für die Fördergeber aufbereiten.

Kundenaktivierung durch automatisierte Vertriebsprozesse

Ein Netz ist erst dann wirtschaftlich, wenn es auch genutzt wird. Die Telekom hat daher die Vorvermarktung und den Anschlussprozess für den Endkunden weitgehend automatisiert. Über digitale Portale können Hausbesitzer ihre Zustimmung zum Glasfaseranschluss (Hausbegeher-Protokoll) digital erteilen. Dies löst automatisch die notwendigen Aufträge in der Ausbauplanung aus, ohne dass manuelle Zwischenschritte erforderlich sind, was die Konversionsraten signifikant steigert.

Statistische Daten von Statista zum Glasfaseranteil verdeutlichen den enormen Aufholbedarf in Deutschland. Die Prozessautomatisierung im Vertrieb ist daher kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um die hohen Ausbauziele zu erreichen. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre CRM-Systeme mit den technischen Netzdaten zu verknüpfen, um Kunden passgenaue Angebote zum richtigen Zeitpunkt im Ausbauzyklus zu unterbreiten.

Die Automatisierung endet nicht beim Vertragsschluss. Auch die Terminvereinbarung für die Inhouse-Verkabelung erfolgt über intelligente Self-Service-Tools. Dies entlastet die Call-Center und erhöht die Kundenzufriedenheit durch maximale Flexibilität. Als Transformationspartner optimieren wir diese Customer Journey, um eine nahtlose Verbindung zwischen digitaler Infrastruktur und erstklassigem Kundenservice zu schaffen.

Herausforderungen und technologische Lösungsansätze

Trotz der hohen Automatisierungsgrade steht der Netzausbau vor regulatorischen und bürokratischen Hürden. Die Vielfalt an Genehmigungsverfahren in den verschiedenen Bundesländern und Kommunen erschwert eine bundesweite Standardisierung. Die Deutsche Telekom begegnet dem durch die aktive Förderung von digitalen Standards und Schnittstellen (APIs), um den Datenaustausch mit Behörden zu vereinfachen und die „Gigabit-Strategie“ der Bundesregierung zu unterstützen.

Wir begleiten unsere Mandanten durch diesen regulatorischen Dschungel. Ein wichtiger Teil unserer Dienstleistung ist das Stakeholder-Management und die Entwicklung von Strategien zur Beschleunigung von Genehmigungsprozessen. Durch die Nutzung von standardisierten digitalen Antragsverfahren, wie sie im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gefordert werden, stellen wir sicher, dass Ihre Projekte nicht an bürokratischen Hürden scheitern.

Bereich Automatisierungstechnologie Nutzen für das Projekt
Planung KI & Bilderkennung 70% schnellere Trassenplanung
Bau Digitale Bauüberwachung (Drohnen) Echtzeit-Qualitätssicherung
Logistik Zentrale Plattform-Steuerung Minimierung von Stillstandszeiten
Kunde Digitales Order-Management Höhere Take-up-Rates

Cybersecurity in automatisierten Netzen

Mit zunehmender Automatisierung und Virtualisierung der Netze steigen auch die Anforderungen an die Cybersecurity. Ein 5G-Netz, das auf Software-Code basiert, ist anfälliger für Cyber-Angriffe als herkömmliche Hardware-Netze. Die Telekom investiert daher massiv in „Security by Design“ und automatisierte Bedrohungserkennung, um die Integrität der kritischen Infrastruktur zu jeder Zeit zu gewährleisten.

Gemäß den Richtlinien der Bundesnetzagentur müssen Netzbetreiber höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Wir bieten spezialisierte Audits und Beratungen an, um Ihre automatisierten Prozesse gegen externe Angriffe abzusichern. Dies umfasst sowohl die technische Absicherung der Cloud-Infrastruktur als auch die Sensibilisierung der Mitarbeiter für neue Bedrohungsszenarien im digitalen Zeitalter.

Die Implementierung von Zero-Trust-Architekturen ist hierbei ein zentraler Baustein. Jeder Zugriff auf die Netzsteuerung muss kontinuierlich verifiziert werden. Wir unterstützen Sie dabei, diese Sicherheitskonzepte so in Ihre Betriebsabläufe zu integrieren, dass sie die Agilität und Automatisierung nicht behindern, sondern als Enabler für sichere digitale Innovationen fungieren.

Nachhaltigkeit durch optimierte Ressourcenplanung

Ein oft unterschätzter Vorteil der Automatisierung ist der Beitrag zur Nachhaltigkeit. Durch präzisere Planung werden unnötige Fahrten zu Baustellen vermieden und der Materialeinsatz optimiert. Das Ziel der Telekom ist ein klimaneutrales Netz, und die Digitalisierung der Wertschöpfungskette ist der Schlüssel dazu. Effizientere Routen und weniger Erdaushub reduzieren den CO2-Fußabdruck jedes verlegten Kilometers Glasfaser deutlich.

Die Europäische Kommission betont in ihren Zielen für die digitale Dekade 2030 die Synergie zwischen grünem und digitalem Wandel. Als Berater helfen wir Ihnen, diese Nachhaltigkeitsziele in Ihre Projektsteuerung zu integrieren. Wir entwickeln Kennzahlensysteme, die den ökologischen Vorteil Ihrer automatisierten Prozesse messbar machen und so auch für ESG-Reportings (Environmental, Social, Governance) genutzt werden können.

Die Nutzung von KI zur Energieoptimierung in Mobilfunknetzen ist ein weiteres Anwendungsfeld. Basisstationen können je nach Datenverkehr automatisiert in einen Energiesparmodus versetzt werden. Wir analysieren für unsere Kunden die Potenziale solcher „Green-IT“-Lösungen und begleiten die technische Umsetzung, um Betriebskosten zu senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Fazit: Die Telekom als Blaupause für industrielle Transformation

Die Fallstudie der Deutschen Telekom zeigt eindrucksvoll, dass die Digitalisierung der industriellen Wertschöpfungskette kein Selbstzweck ist, sondern die Grundvoraussetzung für die Bewältigung nationaler Infrastrukturprojekte. Durch die konsequente Automatisierung von der Planung bis zum Kundenservice setzt die Telekom Maßstäbe in Sachen Effizienz, Qualität und Skalierbarkeit. Diese Erkenntnisse sind direkt auf andere Branchen übertragbar, die vor ähnlichen Herausforderungen der Skalierung stehen.

Als Ihr Partner für die digitale Transformation bieten wir Ihnen die notwendige Expertise, um diese technologischen Hebel auch in Ihrem Unternehmen zu nutzen. Wir verstehen uns nicht nur als Berater, sondern als Begleiter auf dem Weg zu einer automatisierten und zukunftssicheren Organisation. Lassen Sie uns gemeinsam die Potenziale Ihrer Wertschöpfungskette analysieren und optimieren.

Sind Sie bereit, Ihre Prozesse auf das nächste Level zu heben? Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch, in dem wir Ihre spezifischen Herausforderungen im Netzausbau oder in der allgemeinen Prozessautomatisierung erörtern. Gemeinsam entwickeln wir eine Roadmap, die Sie sicher in die digitale Zukunft führt. Vertrauen Sie auf Erfahrung, Fachkompetenz und eine Leidenschaft für technologische Exzellenz.

 

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